Chorgemeinschaft MGV 1859 Saarlouis-Lisdorf e.V.
    




Hier der Text aus der „Saarbrücker Zeitung“ vom 8.1.2026


Wenn das Jahr musikalisch ausklingt
Momente zum Innehalten und ergreifende Musik gab es beim Jahreskonzert der Chorgemeinschaft MGV 1859 Lisdorf.

Den Schlusschor präsentierten die drei Chorformationen der Chorgemeinschaft „MGV 1859“ Saarlouis-Lisdorf unter Leitung von Stefan Dolibois.               Foto: Georg Groß

VON OLIVER MORGUET

LISDORF      Das Jahresschlusskonzert 2025 der Chorgemeinschaft MGV 1859 Lisdorf bot in Kooperation mit dem Förderverein „Klingende Kirche“ ein eindrucksvolles musikalisches Panorama, das die Besucherinnen und Besucher vom ersten Ton an in eine festlich-besinnliche Stimmung versetzte. Die Vielfalt der Mitwirkenden – von Solisten über die einzelnen Chorformationen der Chorgemeinschaft bis zur Orgel – machte den Abend zu einem abwechslungsreichen und bewegenden Erlebnis. Eröffnet wurde das Konzert von Tobias Rihm an der Orgel, der mit großer musikalischer Klarheit und technischer Präzision „Der Winter“ aus Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ präsentierte. Die kraftvollen Klangfarben der Orgel verliehen dem bekannten Werk eine besondere Tiefe und ließen die winterliche Atmosphäre eindrucksvoll aufleben.
Der Lisdorfer Frauenchor „Chorifeen“ setzte das Programm unter der Leitung von Maximilian Argmann mit einer Mischung aus traditionellen und modernen Adventsliedern fort. Bei „Deck the Halls with Boughs of Holly“, „Tausend Engel singen Halleluja“ und „Im Dunkeln naht die Weihnacht“ berührten die Sängerinnen ihr Publikum mit einem warmen, harmonischen Klang. Die klaren Stimmen des Chores erfüllten den Raum mit einer Leichtigkeit, die zugleich tröstend und erhebend wirkte. Besonders die fein abgestimmten Harmonien und die dynamische Gestaltung zeugten von einer großen musikalischen Präzision und intensiver Probenarbeit.
Nach einer weiteren Orgelinterpretation von Tobias Rihm mit einem Präludium über „O komm, o komm, Emmanuel“ setzte der Hardchor mit seinem Dirigenten Stefan Dolibois einen deutlichen Kontrast zu den überwiegend klassischen Teilen des Abends. Mit „We Are the World“ (im Original von USA for Africa), „Heal the World“ (Michael Jackson) und „Bridge over Troubled Water“ (Simon & Garfunkel) präsentierte der Chor weltberühmte Popsongs, die nicht nur musikalisch anspruchsvoll sind, sondern auch starke Botschaften transportieren: Solidarität, Mitgefühl und Menschlichkeit. Die engagierten Chorsänger mit ihrem Gesangssolisten Andreas Thiry überzeugten mit einer starken emotionalen Aussage. Die kraftvollen, authentischen und bewegenden Darbietungen unterstrichen das Motto des Konzertes, „Frieden auf Erden“, das der Hardchor dem Publikum beeindruckend vermittelte.
Auch Chorleiter Maximilian Argmann überzeugte als geschulter Bariton, begleitet von der Pianistin Dahyun Park. Er interpretierte vorweihnachtliche Stücke wie „Die Könige“ von Peter Cornelius, „O du mein holder Abendstern“ von Richard Wagner und „Ridonami la calma“ von Francesco Tosti, in denen er technische Souveränität mit emotionaler Tiefe verband. Besonders der „Abendstern“ aus Wagners „Tannhäuser“ berührte das Publikum spürbar – ein Moment, in dem Musik und Raum zu einer Einheit verschmolzen.
Der traditionelle Männerchor der Chorgemeinschaft Lisdorf, ebenfalls unter der Leitung von Stefan Dolibois, setzte das Konzert mit zwei adventlichen Liedern fort, wobei die Chorsätze „Tochter Zion“ und „Maria durch ein Dornwald ging“ besinnliche Vorfreude auf das nahende Weihnachtsfest weckten. Den besonders festlichen Abschluss seines Konzertteils setzte der Chor mit seiner erstmaligen Aufführung der Ballade „Jerusalem“ von Stephen Adams, die im Jahre 1892 unter dem Titel „Die Heilige Stadt“ komponiert wurde. Die Sänger präsentierten diese weltweit geschätzte religiöse Komposition festlich strahlend, ließen aber auch Raum für die in sich ruhenden und nachdenklichen Momente der Komposition. Die kraftvollen Männerstimmen erfüllten, untermalt durch entsprechende orgelmusikalische Begleitung Tobias Rihms, den Kirchenraum mit einer ergreifenden Präsenz, die die musikalische Vielfalt des Chores eindrucksvoll verdeutlichte. Stimmungsvoll trug Rihm auf der Orgel die beschwingte „Schlittenfahrt“ von Leroy Anderson vor, die eine heitere Leichtigkeit in das anspruchsvolle Konzertprogramm zauberte. Die rhythmische Präzision und der spielerische Charakter des Stückes sorgten für ein Schmunzeln im Publikum.
Zum Abschluss vereinigten sich alle drei Chöre der Lisdorfer Chorgemeinschaft zu einem großen „Gemischten Chor“ und präsentierten unter der Leitung Dolibois‘ das „Vater unser“ von Hanne Haller. Dieser gemeinsame Ausklang des außergewöhnlichen Konzerterlebnisses bildete einen würdigen Höhepunkt der Veranstaltung.
Die 70 Stimmen verschmolzen zu einem warmen, getragenen Klang, der den Kirchenraum erfüllte und einen großen Moment der Stille und Andacht entstehen ließ. Es war ein Abschluss, der nicht nur musikalisch beeindruckte, sondern auch die Botschaft des Abends zusammenfasste, nämlich durch die Kraft der Musik eine friedvolle Gemeinschaft zu schaffen.


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Das erste eigene HardChor Konzert "Rock im Hof" am 13.  Oktober 2018 

Drei Tage vor dem Konzert war dieser Artikel in der 

"Saarbrücker Zeitung":




Sehr gutes Presseecho 

nach dem Konzert:


Hier rechts 

der Bericht aus 

"Die Woch" 

vom 3.11.2018

 

 

 

 

















und unten der Bericht aus der Saarlouiser Monatsschrift "Louie" Ausgabe 11/2018