Vereinsausflug
der Chorgemeinschaft am 18. Juli 2010
,,in den malerischen Luftkurort St. Martin’’
Abfahrt: 7.30 Uhr am Feuerwehrgerätehaus in Lisdorf über die Autobahn und B10 Pirmasens/Bad Bergzabern Richtung Steinfeld.
Hier treffen wir uns um 10.30 Uhr mit unseren Freunden aus Nussbach zum Besuch des Kakteenlands am Waldrand von Steinfeld.
Info: Im sonnigen Klima der Südlichen Weinstraße, direkt an der Grenze zum Elsass, liegt ein ganz besonderes Fleckchen Erde: Ein Stück Wüste unter Glas: Das Kakteenland Steinfeld.
Ob Reisegruppen oder Kakteensammler - für jeden ist der Besuch des Kakteenlands immer wieder eine Attraktion der besonderen Art. Unabhängig der Wetterlage oder Jahreszeit warten über eine Million exotischer Pflanzen, in den Gewächshäusern, darauf erlebt zu werden. Es gibt ähnlich einem botanischen Garten unzählige, außergewöhnliche Spezies, die aber nicht nur bewundert, sondern auch gleich gekauft werden können. Von ganz kleinen Stachelgesellen, die kaum so groß wie eine Geldmünze sind, bis hin zu meterhohen Säulenkakteen ist für jeden Pflanzenliebhaber etwas dabei. Wem es dennoch etwas zu stachelig werden sollte, für den stehen zahlreiche andere Spezialitäten aus der Wüsten-Flora dieser Welt bereit. Ebenso lohnenswert ist ein Blick in die äußerst umfangreiche Abteilung mit bunten Mineralien und Halbedelsteinen. Ein ausgefallenes Souvenir oder ein nettes Geschenk findet man hier immer.
Für den Besuch des Kakteenlands haben wir eine Stunde eingeplant, mit freiem Eintritt für alle Teilnehmer.
11.30 Uhr: Fahrt nach Kandel. Hier gönnen wir uns eine zweistündige Mittagspause und genießen im Adamshof Pfälzer Spezialitäten.
Info: In der Südpfalz, nahe der reizvollen Stadt Kandel, hat sich eine Idee durchgesetzt – Der ADAMS-HOF. Anfang der 60er Jahre wurde der ADAMS-HOF von Adam und Erika Müller gegründet. Anfänglich war er Geflügelzuchtbetrieb mit direkter Vermarktung der Produkte auf den Wochenmärkten nahe gelegener Städte. Die Müllers richteten mit mehreren großen Festzelten Hähnchen- und Vereinsfeste in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg aus.
1992 übernahm die nächste Generation den ADAMS-HOF und führte das Unternehmen im Sinne von Adam Müller fort. Auf dem Grundstück in den Seewiesen wurde ein modernes Zelt errichtet, bei dem den Ansprüchen an einen erlebnisgastronomischen Betrieb in sämtlichen Belangen Rechnung getragen werden sollte. Das Festzelt wurde nach und nach ausgebaut und verschönert. Fundamente wurden gesetzt, Steinplatten durch Glaselemente ausgetauscht, ein Holzboden integriert. Auf der großen Bühne mit der hervorragend ausgebauten Licht- und Tontechnik werden Musik, Show und Unterhaltung der Spitzenklasse live präsentiert.
Auch außerhalb der Festhalle findet der Gast alles, was zum längeren Aufenthalt einlädt: Ein extravaganter Biergarten unter Birken, gestaltet mit italienischem Marmorboden, einen groß angelegten bunten Kinderspielplatz sowie ein Tiergehege mit verschiedenen Tierarten. Mit der modernen Toilettenanlage, ergänzt durch ein Behinderten-WC und ein Baby-Wickelraum, wird auch hier ein gehobener Standard geboten. An allen Wochenenden wird eine abwechslungsreiche und breit gefächerte Küche bereitgehalten. Für uns ist der schöne Wintergarten reserviert.
Anschließend besuchen wir den 2.000 Einwohner zählenden Wein- und Luftkurort St. Martin.
Info:St. Martin liegt malerisch eingebettet in einer Talfalte am
Rande des Pfälzerwaldes. Über St. Martin erhebt sich die Kropsburg aus dem 13. Jahrhundert. Von hier aus hat man eine herrliche Aussicht über die Rheinebene und den "Saumpfad der Glückseligkeit", wie die 80 km lange "Deutsche Weinstraße" auch genannt wird. In St. Martin, der "heimlichen Metropole der Pfälzischen Toskana", finden wir stattliche Fachwerkhäuser und Adelssitze in romantischen mittelalterlichen Gässchen. Der historische Ortskern steht seit 1981 unter Denkmalschutz. St. Martin verzaubert ganz einfach durch seine historischen Gässchen und verträumten Winkel. Prächtige Sandsteinfassaden, vorwitzige Fachwerk-Erker und südlich anmutende Innenhöfe und Plätze bilden hier die romantische Kulisse, in der wir uns ganz bestimmt wohl fühlen werden. Besonders sehenswert: Die Katholische Kirche. Sie steht an einer ehemaligen Kreuzung zweier Römerstraßen. Um das Jahr 700 wurde hier eine erste kleine Holzkirche errichtet, die um etwa 1200 einem Steinbau wich. Eine Rarität von höchstem Wert sind die aus dem 15. Jh. stammenden Kirchenbänke, die heute auf der Empore stehen. Bis 17 00 Uhr hat jeder die Gelegenheit, diesen malerischen Ort zu besichtigen.17.00 Uhr: Treffen im Hotel-Restaurant ,,Winzerhof’’ zur Weinprobe und zünftigem Abendessen. Info: Mitten in dem malerischen Luftkurort St. Martin liegt unser idyllisches Hotel-Restaurant "Winzerhof'.
Nach dem Umbau eines alten Weingutes, der etwa zwei Jahre in Anspruch nahm, wurde das Hotel-Restaurant im Jahre 1986 neu eröffnet. Seine exponierte Lage macht es zu einem optimalen Ausgangspunkt für tägliche Aktivitäten. Nicht weit vom Ortskern entfernt, bietet es den idealen Standort für alle Entdeckungsreisen durch den Ort, der mit seinem idyllischen Ortsbild zum Verweilen und Staunen einläd. Hier, im romantischen Gewölbekeller, wollen wir den Rest des Tages verbringen, bevor wir gegen 21.00 Uhr die Heimfahrt antreten.
Angelika Dahm feierte ihren 90. Geburtstag
Am Donnerstag, den 27. Mai, begab sich unser Männerchor abends nach Siersburg, um einen nicht alltäglichen musikalischen Blumenstrauß für ein Geburtstagskind zu überreichen: Angelika Dahm geb. Weiler, aus Lisdorf stammend, feierte an diesem Tag ihren 90. Geburtstag. Auf Anregung ihrer Familie brachte die Lisdorfer Sängerschar unter der bewährten Leitung von Heinz Gindorf der Jubilarin ein großes Geburtstagsständchen dar. Zur Eröffnung sangen wir das Lied “Wir gratulieren“ und kleideten unsere musikalischen Glückwünsche sodann in einen Friedrich-Silcher-Zyklus mit den Stücken „Am Lindenbaum – Schifferlied – Hab oft im Kreise der Lieben – Ännchen von Tharau – Das Lieben bringt groß Freud“. In der Pause nach dem ersten Auftritt überbrachte unser 1. Vorsitzender Klemens Port, der in seiner Jugendzeit selbst häufiger Besucher im Hause der Familie war, die Glückwünsche der gesamten Chorgemeinschaft (Bild links: Klemens Port, die Jubilarin und Ehemann Nikolaus Dahm). Da die Familie aus Lisdorf stammt, gab es zwangsläufig ein frohes Wiedersehen mit vielen Bekannten von früher und heute: Gratulanten aus Lisdorf und Saarlouis, besonders herzlich begrüßte „Exilanten“ und frühere Lisdorfer Schulkameraden und auch unser ehemaliger aktiver Sänger Helmut Weiss mit Gattin, der zum Jubiläum den Weg aus Merzig nach Siersburg gefunden hatte. Spezielle Glückwünsche kamen vom Vizechorleiter Heinz Gindorf und auch von unserem Bassisten Herrmann Weiler, dem letzten noch lebenden Cousin der Jubilarin. Diese hatte ihr halbes Leben in Lisdorf verbracht, später folgte dann ein beruflich bedingter Umzug nach Saarlouis und zum Ruhestand des Familienvorstandes der Erwerb eines Eigenheims in Siersburg. Doch ihr Herz schlägt noch immer im Lisdorfer Takt, und deshalb strengten wir uns nach der Pause im zweiten und auch noch in einem dritten Auftritt besonders an und sangen für die Jubilarin und alle anwesenden Gäste noch weitere schöne Lieder wie „Rosemarie“, „Oh Du schöner Rosengarten“, „Abendruhe“, „Sing mal wieder“.
Natürlich durfte für die weiblichen Zuhörer eine kleine Schmeicheleinheit nicht fehlen und so sangen wir exklusiv für die anwesenden Damen unseren Dauerbrenner, den „Bajazzo“. In den Pausen labten wir uns an Bier vom Fass, das unser inaktives Mitglied Georg Weiler fachmännisch ausschenkte, und an einem großen kalt-warmen Büffet, das vom älteren Sohn der Jubilarin für die hungrigen Mägen bereitgestellt worden war. Sogar Petrus hatte ein Einsehen und drehte während der ungewöhnlich nassen Witterung in der zweiten Hälfte des Monats Mai an diesem Abend die Schleusen des Himmels vorübergehend zu. So verbrachten wir einen fröhlichen, harmonischen und auch trockenen Festabend am Fuße der Siersburg, folgten sprichwörtlich einem bekannten Trinklied und leerten, ganz gegen unsere sonstige Gewohnheit, das Fass bis auf den Grund und ließen auch vom Büffet nur noch einen Anstandsrest für den nächsten Tag übrig. Deshalb danken wir an dieser Stelle nicht nur der rüstigen und immer noch geistig regen Jubilarin, die gerne zurück denkt an ihre Lisdorfer Wurzeln, auch wenn fast alle damaligen Weggefährten einschließlich unseres großen Vorbildes Rheinhold Rupp mittlerweile verschieden sind. Unser Dank gilt auch den Ausrichtern dieses schönen Abends, den Söhnen Klaus Dahm und Werner Raber, die uns mit Speis’ und Trank verwöhnt haben, sowie dem jungen Georg Weiler, der mit rastlosem Einsatz dafür sorgte, dass keiner der zahlreichen Gäste Durst leiden musste. Nicht zuletzt danken wir Maria von Maurice aus dem Lisdorfer Obstgarten, auf deren Initiative hin unser Männerchor diesen sehr angenehmen Abend mitgestalten und miterleben durfte.
Unsere Jahreshauptversammlung am 30. März 2010
Am Dienstag, dem 30. März 2008, fand im Vereinslokal Adolf Breininger unsere turnusgemäße Jahreshauptversammlung für das abgelaufene Festjahr 2009 mit der Neuwahl des Vorstandes statt. Im 151. Jahr unseres Bestehens hielten wir Rückschau auf das zurückliegende Jahr unseres großen Jubiläums. Unser amtierender 1. Vorsitzende Klemens Port begrüßte die Sitzungsteilnehmer zum großen Schluss-Resümee des Jubiläums 2009; Besonders begrüßte er die anwesenden Sangesschwestern und die anwesenden Sänger-Senioren ab 70 Jahren, womit er leider bedingt durch unsere Alterstruktur bis auf den Chronisten und ein paar andere „Jungfüxe“ fast den gesamten Männerchor willkommen hieß.
Nach dem Eröffnungschor „Im Abendrot“ von Franz Schubert gedachten wir mit dem Cantus „Ach banges Herz“ von Friedrich Silcher (Bearbeitung: Robert Carl) unserer im letzten Jahr bis zur aktuellen Hauptversammlung verstorbenen Mitglieder Anneliese Bohschulte, Reinhold Rupp, Heinz Klein, Theo Wilhelm, Willi Bastian, Alwine Neis, Alfred Klein, Werner Müller, Manfred Kreis, Wiltrud Stutz und insbesondere natürlich unserer verstorbenen Sänger und Ehrensänger Wilfried Schneider Herbert Barthel und Alois Stutz. Unsere Genesungswünsche galten allen Sängern, die krankheitsbedingt an dieser wichtigsten Sitzung des Jahres nicht teilnehmen konnten: Kurt Seidel, Hans Ladewig und Heinz Recktenwald. Die harte Wirklichkeit wurde uns besonders traurig bewusst, ist der Platz unseres großen Vorbildes Reinhold Rupp seit mehr als einem Jahr verweist.
Nach dem Totengedenken berichteten unser Geschäftsführer Karl Schneider und der Organisationsleiter Wolfgang Barthel über den Vereinsbetrieb im Jahre 2009.
Die Chorgemeinschaft mit ihren vier Abteilungen Männerchor, Mini-, Kinder- und Jugendchor dem Männerchor betrieb auch im Jubiläumsjahr 2009 eine breite Palette von musikalischen und außermusikalischen Aktivitäten aller Art. Neben unseren Freunden des Fördervereins „Klingende Kirche“ unter unserem aktiven Sängern Manfred Boßmann, Klaus Hild und Horst Klein erwies sich die Chorgemeinschaft wieder einmal als ein bedeutender Kulturträger im Raum Saarlouis. Im letzten Jahr waren wir so bedeutend, dass im Februar ein Fernsehteam des Saarländischen Rundfunks im „Aktuellen Bericht“ über unsere Arbeit und das große Jubiläum berichtete. Alle vier Abteilungen haben mit eigenen Akzenten dafür gesorgt, dass sich die Chorgemeinschaft auch nach 150 Jahren noch als aktiver und lebendiger Kulturträger in Lisdorf der Öffentlichkeit präsentieren konnte und dass das Jahr 2009 als glanzvoller Höhepunkt in die langjährige Vereinsgeschichte eingeht.
Ein starkes Zugpferd ist weiterhin unserer Organisationsleiter Wolfgang Barthel. Es gab im Festjahr reichlich Arbeit für ihn und seinen Vertreter Andreas Höhn. Wir mussten uns um das organisatorische Umfeld keinerlei Kopfzerbrechen machen, denn auch im letzten Jahr funktionierte die Durchführung wie gewohnt hervorragend; stets waren zum Ein- oder Abrüsten des Veranstaltungslokals genügend Helfer bereit und wir konnten dank seiner sorgfältigen Vorbereitung viel Arbeit mit wenig Stress bewältigen.
Wir unterstützten wie in allen Jahren zuvor die heimischen Vereine und Institutionen, unter anderem den Berg- und Hüttenarbeiterverein Lisdorf zum Jubiläum oder die freiwillige Feuerwehr Lisdorf zum traditionellen Maibaumsetzen. Unsere Chöre verstärkten unsere Sangesbrüder des MGV „Harmonie“ Fraulautern oder der „Concordia“ Bous, oder begleiteten auch den VdK Lisdorf zur alljährlichen Gedenkfeier zum Volkstrauertag. Unsere Chöre wurden oft gefordert und wir halfen mit Gesangsdarbietungen oder unentgeltlichen Helfern gerne aus. Die Vereinsgemeinschaft funktioniert in Lisdorf immer noch vorbildlich und auch die Chorgemeinschaft durfte im letzten Jahr von den Hilfestellungen anderer Vereine über das normale Maß hinaus profitieren, was uns Organisation und Durchführung der Jubiläumsveranstaltungen wesentlich vereinfachte und verbilligte.
Wir nennen hier als Beispiele die Unterstützung der „Klingende Kirche“, an deren Veranstaltungen wir oft selbst mitwirken oder viele ehrenamtliche Helfer bzw. Helferinnen stellen, besonders zum alljährlichen Klassik-Open-Air sind unsere Sänger/innen im Dutzend im Einsatz. Wir unterstützten die Kirchengemeinde Lisdorf durch die gesangliche Umrahmung von Gottesdiensten, wir verstärkten zum Beispiel die Lamentationen zum Gründonnertag, wir umrahmten musikalisch im Jahre 2009 zehn Sterbeämter, zwei mal ein Dankamt zur Goldenen Hochzeit, eine Hochzeitsfeier und sangen auch mehrere Festmessen zu kirchlichen Feiertagen oder eigenen festlichen Anlässen. Auch unsere Jugendabteilungen waren mehrmals aktiv, wir erinnern an den Weißen Sonntag oder die Gestaltung der Krippenfeier zu Weihnachten.
Zu unserem Jubiläumsjahr führten wir auf: 2 mal eine multimediale Show zur Vereinsgeschichte, die unserer Sängerkamerad Winfried Meßner in jahrelanger mühevoller Arbeit zusammengestellt hatte. Im April begingen wir unser Jubiläum mit einem großen Festwochenende mit Festkommers, tags darauf mit einem großen Freundschaftssingen mit unserem Partnerchor aus Nußbach und weiteren 20 Chören aus dem Kreisverband Saarlouis mit insgesamt mehr als 500 Sangesbrüdern und -schwestern
Wir unterstützten auch unsere Partner in den Kulturbehörden in Stadt und Landkreis. So wirkten wir mit beim Sommerkonzert des Stadtverbandes der kulturellen Vereine im Rahmen des „pique-nique culturel“ im Stadtgarten unsere Aktiven Stefanie Welsch und Karl Schneider und weitere Mitglieder kämpften mit in grünen Team aus Lisdorf, das bei der ersten Saarlouiser Wallpartie gegen die Mannschaften der anderen Stadtteile einen bravourösen Kantersieg landete. Ebenso wirkten wir zwei mal mit bei Veranstaltungen der AWO-„Sonnenresidenz“ in der Lisdorfer Straße und freuten uns über das Wiedersehen mit unseren Mitgliedern, die dort ihren Lebensabend verbringen.
Im Mai 2009 erhielten wir Besuch von fast 70 französischen Gästen aus St. Nazaire und begingen das 20-jährige Bestehen der grenzüberschreitenden Partnerschaft unseres Jugendchores mit der „Amicale Laïque Michelet“. Dank der bisweilen geschmähten, aber unwiderstehlichen Beharrlichkeit unseres 1. Vorsitzenden waren vor dem Eintreffen der Gäste die Quartier- und Organisationsfragen gelöst und wir erlebten vier schöne und sonnige Tage mit unseren Sängerfreunden vom fernen Atlantik.
Als schöne Erinnerung an diese vier Tage verblieb uns ein Blasenbaum, von unserem Partnerchor im Mai nach Saarlouis mitgebracht und im Oktober von den Oberbürgermeistern von Saarlouis und St. Nazaire sowie unserem Vereinsvorsitzenden persönlich auf dem Spielplatz im Fischerfeld in Lisdorfer Erde verpflanzt. Inwieweit es im Jahre 2010 zu einem weiteren Jugendaustausch kommen wird, ist noch offen, der Blasenbaum im Fischerfeld wächst und gedeiht in jedem Falle prächtig.
Am 27. September unternahmen wir unseren Vereinsausflug nach Nußbach und beteiligten uns beim Sängerfest zum 90-jährigen Bestehen unseres Partnervereins MGV „Eintracht“.
Auch die vereinsinterne Kommunikation kam nicht zu kurz, wie ein geselliges Beisammensein heutzutage umschrieben wird. Wir feierten mit Sängerkameraden/innen ihre runden Geburtstage und gratulierten etlichen weiteren Sängern mit einem Ständchen im Vereinslokal. In einer leider weniger gut besuchten Adventsfeier wurden wir auf Weihnachten eingestimmt und warteten voller Freude auf dem Weihnachtsmann aus der Oberbruchstraße. Unsere Jugendabteilungen unter Eva Gindorf und Sabrina Germann stellten die Weihnachtsgeschichte in einer neuen Variante vor und führten ein tolles Weihnachtskonzert auf.
Mit der Darbietung der Messe in c-Moll von Franz Liszt demonstrierte unser Männerchor am Volkstrauertag eindrucksvoll seinen Leistungsstand in einem Gemeinschaftskonzert mit dem Frauenchor „Cantilena“ Überherrn. Das sinfonische Chorwerk von Liszt erwies sich für uns Laien als echt „harter Brocken“. Mit einem hohen Maß an Motivation, Engagement und Einsatzwillen von Dirigent und Männerchor haben wir in beinahe einem Jahr intensiver Probearbeit die Herausforderung gemeistert und ernteten hohes Lob vom Publikum, auch von anwesenden Fachleuten aus der Musikszene, die einhellig bekundeten, dass unser Männerchor das Machbare an Laien-Gesangskunst dargeboten hatte. Auch unser Chorleiter Adolph Seidel kam bei der Wertung des Jahres 2009 in Summa zu diesem Schluss. Der Männerchor steht musikalisch auf hohem Niveau, Einsatzwille und Beteiligung sind sehr gut, und die angesprochenen Verbesserungsmöglichkeiten werden wir 2010 angehen.
In finanzieller Hinsicht lief das Geschäftsjahr 2009 im sehr gutem Rahmen. Unsere Kassenprüfer können uns bereits seit langem nichts anderes berichten, als dass unser Kassenführer Hans-Josef Rupp und sein Vertreter Edmund Port sorgsam mit dem anvertrauten Geld umgehen und alle Geldtransfers korrekt abwickeln und verbuchen. Trotz sehr hoher Ausgaben konnten wir den Kassenbestand leicht erhöhen. Verantwortlich dafür war nicht nur der gute Zuspruch des Publikums bei den Veranstaltungen aller vier Chorabteilungen, sondern auch die über Erwarten große Spendenbereitschaft unserer Sponsoren und privater Spender innerhalb und außerhalb des Vereins einschließlich der öffentlichen Kulturträger in Stadt und Land. Wir haben sparsam gewirtschaftet und uns noch ein kleines Polster aufgehoben für das Jahr 2010.
Befürchtungen, dass nach dem Ausscheiden unserer Jugendchorleiterin Verena Laase im März 2009 uns die Ergebnisse von dreißig Jahren Jugendarbeit verloren gehen könnten, erwiesen sich als grundlos. In der Interimszeit von April bis August nahm die Leiterin des Kinder- und Minichores Eva Gindorf das Heft in die Hand und stellte mit viel eigenem Engagement den Jugendbetrieb bis zur Anstellung unserer neuen Jugendchorleiterein Sabrina Germann Ende August sicher. Wir durften uns über viele Auftritte unserer jungen Sänger und insbesondere über das Bibelmusical freuen, Evas Engagement und ein ständiger Fluss neuer Ideen bieten auch in Zukunft ein gutes Fundament für unsere Minis und den Kinderchor und sind ein maßgeblicher Grund für Eltern, ihre Kinder bei den Lisdorfer Sängern anzumelden. So können wir seit Jahren trotz hoher Fluktuation unseren Bestand an jungen Sängern halten und zeitweise sogar noch erhöhen.
Die neuen Chefin im Jugendchor Sabrina Germann will den Jugendchor weiterführen mit einem erweiterten Konzept. Da sie sich selbst auch der Instrumentalmusik verschrieben hat, wird in der Arbeit des Jugendchores zwangsläufig noch eine instrumentelle Komponente hinzukommen. Damit ändert sich in der Praxis nicht mehr viel, denn es ist seit einigen Jahren bereits Faktum, dass etliche nicht mehr ganz jugendliche Mitglieder unseres Jugendchores noch anderweitig als Sänger oder Musiker gefragt sind. Die Chorgemeinschaft selbst kann zudem unseren weiblichen Jungsängerinnen über 20 irgendwann keine musikalische Perspektive mehr bieten und wir werden diesen Alternativweg unterstützen, damit diese nicht den Kontakt mit der Chorgemeinschaft verlieren. Unseren beiden Chorleiterinnen ließen während der Sitzung keinen Zweifel: Auch im Jahr 2010 werden sie eigene Akzente setzen und die Lisdorfer Sänger würdig vertreten und darstellen.
Die Qualität unserer Gesangsdarbietungen ist für Laienchöre von hohem Niveau. Unsere Chorleiter Adolph Seidel, Eva Gindorf, Sabrina Germann, unser „Vize“ Heinz Gindorf und nicht zuletzt auch Verena Laase bis zu ihrem Ausscheiden erwiesen sich auch im Jahre 2009 als engagierte Stützen des Vereins. Was sie in konsequenter Probearbeit an Motivation und Leistungsbereitschaft mobilisiert haben, geht deutlich über den üblichen Rahmen hinaus und ist ein Zeichen dafür, dass auch die Chöre engagiert mitarbeiten und auf die Chorleiter zugehen. Ebenso erwiesen sich für unseren Verein die anderen Tätigkeiten unseres Chorleiters Adolph Seidel als wertvoll. Er dirigiert nicht nur Chöre, sondern ersingt auch selbst in Profiformationen mit und hat gleich die passenden Solisten parat, wenn wir Verstärkung durch professionelle Sänger brauchen. Er dirigiert auch große Orchester und glänzte bereits mehrmals auch in der Lisdorfer Kirche als Kapellmeister vor vollem Haus, zum Beispiel kurz vor Weihnachten 2009 mit dem Weihnachtsoratorium von Bach. Besonders wertvoll erwies sich sein Dirigat bei unserem Nachbarchor „Concordia Bous“. Die Bouser Sänger unter unserem Freund Christian Neu verstärkten uns bereits sehr effektiv bei der Liszt-Messe, die sie selbst früher auch einmal einstudiert hatten. Wir hatten schnell festgestellt, dass die beide Chöre zusammen eine harmonische und starke Gesangsformation auf die Beine stellen können und wollen die gemeinsame Arbeit im Jahre 2010 bei mindestens drei Events weiter fortsetzen.
Eine wertvolle Säule des Vereins war auch im abgelaufenen Jahr 2009 auch unser Vize-Chorleiter Heinz Gindorf. Ohne sein Engagement persönliches Engagement wäre unser Mitwirken im Lisdorfer Vereinsleben und die Mitwirkung bei familiären Anlässen aller Art nicht möglich. Er war zur Stelle, wenn der Chorleiter nicht verfügbar war, und unser Männerchor erschien auch zu solchen Anlässen immer in “Großer Besetzung“, ein positives Lisdorfer Faktum, das man im Umland sonst kaum kennt.
Auch unsere neuen Vereinswirte, Pächterein Susanne Bohn und Koch Chris Krengel, verdienen weiterhin unser volles Vertrauen. Sie geben sich sehr viel Mühe, unsere vielfältigen Anforderungen an die Restauration im eigenen Haus und auch extern bestmöglich zu erfüllen und wir können uns stets auf getroffene Abmachungen verlassen. Gut bürgerliche Küche gibt es auch woanders, aber keine bessere und auch nicht billiger. Unseren Wirtsleuten gilt deshalb unser herzlicher Dank und wir hoffen auf viele Jahre gute Zusammenarbeit.
Auch die Statistik für 2009 sieht gut aus: zu den insgesamt 43 regulären Chorproben kamen im Schnitt 37 Sänger, was einer sehr guten Anwesenheitsquote ca. 76 Prozent entspricht. Bei den Zusatzproben zur Liszt-Messe war die Beteiligung noch deutlich höher. Leider beträgt das Durchschnittsalter im Männerchor 60 Jahre und der gesamte aktive Männerchor bringt es auf rechnerisch auf fast 3000 Jahre, das sind eindeutig zu viel. Insbesondere vier Sänger waren mit vorbildlichem Engagement in der Probearbeit aktiv und versäumten im Jahre 2009 keine Chorprobe. Dafür erhielten unseren Aktiven Heinz Gindorf, Winfried Meßner, Gerald Knoll und unserer langjähriger Quotenkönig Hermann Weiler eine kleine Präsentflasche aus der Hand der Direktion, eine Flasche mit persönlicher Widmung und 0,7 Liter hochprozentigem Inhalt, geliefert von unserem Stammhaus, dem Weingut „Heinrich Wahl in Lauschied an der Nahe.
Die Amtszeit des Vorstandes endete mit dieser Hauptversammlung und wurde mit einer einstimmigen Entlastung eindeutig positiv bewertet. Die Arbeit im Vorstand lief harmonisch, Einsatzbereitschaft und Leistungswillen waren immer da und wir hatten bei unseren Terminen auch im Großen Jubiläumsjahr keine Probleme, genügend Personal zu mobilisieren. Ebenso mussten wir nur wenig Überzeugungsarbeit leisten, um die alten Mitglieder des Vorstandes für eine erneute Kandidatur gewinnen. Auch unser 1. Vorsitzender Klemens Port war nach dem eindeutigen Signal der anderen Vorstandsmitglieder für eine erneute Kandidatur bereit und wird auf Ruhestand und geruhsamen Lebensabend verzichten. Nach einstimmiger Wahl wird er auch in seinem 46. und 47. Dienstjahr die Geschicke der Lisdorfer Sänger in die Hand nehmen. Wer sonst wäre zurzeit in der Lage, unsere bunt gemischte Truppe aus drei Jugendformationen und einem Männerchor als Vorbild in Wort und Tat und mit Überzeugungsfähigkeit zu leiten und auch zusammen zu halten. Nur Winfried Meßner schied nach zwei Jahrzehnten aus dem Vorstand aus und gab nach überzeugender Arbeit das Zepter weiter, die restlichen Vorstandsmitglieder wurden mangels Gegenkandidaten praktisch einstimmig gewählt. Als neuer Vorstand arbeiten für die Chorgemeinschaft bis in das Frühjahr 2010 als:
1. Vorsitzender: Klemens Port
2. Stv. Vorsitzende: Klaus Hild und Michael Hild
3. Geschäftsführung: Karl Schneider und Harald Weiler
4. Kassenführung: Hans-Josef Rupp und Edmund Port
5. Organisation: Wolfgang Barthel und Rainer Maria Heib
6. Notenwarte: Gerald Knoll und Andreas Klein
7. Vertreter der Inaktiven: Robin Germann
8. Beisitzer: Heinz Gindorf (Vize-Chorleiter), Dietmar Schütz und Manfred Weiß.
Mit den Cantus „Sing mal wieder“ endete diese Sitzung und leitete geradewegs über in die wärmeren Tage des Frühlings, in dem mit zahllosen Außeneinsätzen unser Sängerjahr so richtig an Fahrt gewinnt.
„Im Worte wahr, im Liede rein,
im Herzen treu unsere Losung sei“.
Festliches Chorkonzert
zum 150-jährigen Bestehen der Chorgemeinschaft MGV 1859 Saarlouis-Lisdorf
Zum Abschluss der Jubiläumsfeierlichkeiten zum 150-jährigen Bestehen der Chorgemeinschaft brachten wir einen musikalischen Leckerbissen zu Gehör. Am Sonntag, den 15. November, führten wir in der katholischen Pfarrkirche Saarlouis-Lisdorf unter der Leitung unseres Dirigenten Adolph Seidel die
Messe in c-Moll für vierstimmigen Männerchor und Orgel von
Franz Liszt
auf. Als Solisten wirkten die Tenöre Daniel Schreiber und Henning Jensen, der Bariton Alexander Lauer und der Bass-Bariton Vinzenz Haab mit. Den Orgelpart übernahm der Lisdorfer Organist Armin Lamar, die Organisation lag beim Förderverein „Klingende Kirche“.
Bereits im ersten Teil des Konzerts konnten die über 500 Zuhörer geistliche Chormusik auf höchstem Niveau erleben, vorgetragen vom Frauenchor „Cantilena“ Überherrn unter der Leitung von Marita Grasmück-Fetik. Mit glockenhellen Stimmen erklangen Werke aus der Klassik von T. L. de Victoria, Leo Hassler, Felix Mendelssohn Bartholdy und moderne Werke von Gabriel Fauré, August Weweler, Sandra Milliken, Karl Jenkins, Wilhelm Weismann, Jukka Linkola, Carl-Bertil Agnestic und Rudolf Klein.
Den zweiten Part bestritt unser Männerchor mit der Liszt-Messe, bestehend aus den Gesangsteilen Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus, Post Elevationem und Agnus Dei. Das außergewöhnliche, sinfonisch angelegte Chorwerk der Spätromantik wird nur selten aufgeführt und gehört deshalb nicht zum Standardrepertoire von Laienchören, denn es stellt sehr hohe Ansprüche an Chor und Solisten. Der Chor hat in dieser Messe die Rolle des machtvollen Verkünders und singt massive Fortepassagen, hauptsächlich im Kyrie, Gloria und Credo.
Im dritten Teil brachten wir zusammen mit den Damen der Cantilena als Schlusslied das „Ave Verum Corpus“ von Edward Elgar.
Baum der Freundschaft gepflanzt
Anfang Oktober weilte zum 40-jährigen Jubiläum der „Jumelage“ zwischen Saarlouis und Saint-Nazaire eine 120-köpfige Delegation aus der französischen Partnerstadt zu Besuch in Saarlouis. Unsere Stadtverwaltung hatte ein umfangreiches Programm zur Feier der Städteverbindung organisiert. Unter den französischen Gästen war auch ein alter Bekannter der Lisdorfer Sänger, Joël Batteux, der Bürgermeister von St. Nazaire. Während eines Festaktes am Freitag, dem 9. Oktober, wurde ihm stellvertretend für die Bürger seiner Heimatstadt die Ehrenbürgerschaft der Stadt Saarlouis verliehen. Am darauffolgenden Samstagvormittag ließ er es sich nicht nehmen, auf dem neuen Spielplatz im Lisdorfer Fischerfeld beim Pflanzen des Blasenbaums mitzuwirken, den unsere Freunde von der Amicale Laïque Michelet bereits im Mai den Lisdorfer Sängern zum 20-jährigen Bestehen ihrer Vereinspartnerschaft als Geschenk von fernen Atlantik mitgebracht hatten. Er war fast ein halbes Jahr in Obhut der Stadt, jetzt wurde er auf dem Spielplatz der Natur zurückgegeben. Zu diesem erfreulichen Anlass waren etliche Vertreter der Stadtverwaltung, unter anderem unser Schirmherr OB Roland Henz, Bürgermeister Klaus Pecina und der Beigeordnete Manfred Heyer, sowie Mitglieder der Stadtratsfraktionen erschienen. Es ist lobenswert, dass nach den Wahlkämpfen des Superwahljahres 2009 so viele politische Repräsentanten der Chorgemeinschaft Lisdorf die Ehre erwiesen, obwohl sich gerade Anfang Oktober und speziell an diesem Wochenende große politische Umwälzungen in Stadt, Land und Bund abzeichneten und ihr Einsatz sicherlich auch anderswo gefragt gewesen wäre. Speziell in Saarlouis gilt immer noch, dass Politik und Verwaltung die Vereinsarbeit deutlich über das normale Maß hinaus unterstützen, und dafür sagen wir auch an dieser Stelle herzlichen Dank.
Chorgemeinschaft Lisdorf startet
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