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Festliches Chorkonzert am 15. November 2009 mit der Chorgemeinschaft MGV 1859 Lisdorf und dem Frauenchor "Cantilena" Überherrn. |  | Alle Jugendabteilungen der Chorgemeinschaft MGV 1859 Lisdorf bei der Weihnachtsfeier am Sonntag, den 13. Dezember 2009 in der Hans-Welsch-Halle in Lisdorf. |  |  |  |
Festliches Chorkonzert
zum 150-jährigen Bestehen der Chorgemeinschaft MGV 1859 Saarlouis-Lisdorf
Zum
Abschluss der Jubiläumsfeierlichkeiten zum 150-jährigen Bestehen der Chorgemeinschaft
brachten wir einen musikalischen Leckerbissen zu Gehör. Am Sonntag, den
15. November, führten wir in der katholischen Pfarrkirche
Saarlouis-Lisdorf unter der Leitung unseres Dirigenten Adolph Seidel die
Messe in c-Moll für
vierstimmigen Männerchor und Orgel von
Franz Liszt
auf. Als Solisten wirkten die Tenöre Daniel Schreiber
und Henning Jensen, der Bariton Alexander Lauer und der Bass-Bariton Vinzenz
Haab mit. Den Orgelpart übernahm der Lisdorfer Organist Armin Lamar, die Organisation
lag beim Förderverein „Klingende Kirche“.
Bereits im ersten Teil des Konzerts konnten die über 500 Zuhörer
geistliche Chormusik auf höchstem Niveau erleben, vorgetragen vom Frauenchor
„Cantilena“ Überherrn unter der Leitung von Marita Grasmück-Fetik. Mit
glockenhellen Stimmen erklangen Werke aus der Klassik von T. L. de Victoria,
Leo Hassler, Felix Mendelssohn Bartholdy und moderne Werke von Gabriel Fauré,
August Weweler, Sandra Milliken, Karl Jenkins, Wilhelm Weismann, Jukka Linkola,
Carl-Bertil Agnestic und Rudolf Klein.
Den zweiten Part bestritt unser Männerchor mit der Liszt-Messe, bestehend
aus den Gesangsteilen Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus, Post Elevationem und Agnus
Dei. Das außergewöhnliche, sinfonisch angelegte Chorwerk der
Spätromantik wird nur selten aufgeführt und gehört deshalb nicht zum
Standardrepertoire von Laienchören, denn es stellt sehr hohe Ansprüche an Chor
und Solisten. Der Chor hat in dieser Messe die Rolle des machtvollen Verkünders
und singt massive Fortepassagen, hauptsächlich im Kyrie, Gloria und Credo.
Im dritten Teil brachten wir zusammen mit den Damen der Cantilena als
Schlusslied das „Ave Verum Corpus“ von Edward
Elgar.
Irene Stark 80 Jahre jung
Bereits wenige Stunden nach der Baumpflanzaktion am Spielplatz Fischerfeld war unser Männerchor wieder aktiv und in fast voller Singstärke vor dem Lisdorfer Pfarrheim aufmarschiert. Dort galt es, einen musikalischen Blumenstrauß für ein Geburtstagskind dieses Wochenendes vorzutragen. Unter Leitung unseres „Vize“ Heinz Gindorf überbrachten wir unserer Jubilarin Irene Stark, in Lisdorf auch einfach „Reni“ und bei uns Sängern auch „Mutter der Kompanie“ genannt, zu ihrem 80. Geburtstag die Glückwünsche der gesamten Sängerfamilie und kleideten diese Gratulation in vier Lieder.
Der 1. Vorsitzende Klemens Port erinnerte uns an Ort und Stelle an die Leistungen unseres leider viel zu früh verstorbenen Sängerkameraden Edmund Stark, an die Aktivitäten der gesamten Familie im Lisdorfer Orts- und Vereinsleben und insbesondere natürlich an die Unterstützung unserer Vereinsaktivitäten durch unsere „Reni“. Sie war mehr als zwei Jahrzehnte lang der gute Geist hinter Herd, Theke oder Verkaufsstand. Unsere Aktivitäten bestehen nicht nur aus Gesang, auch die gesamte „Logistik“ hinter einer Veranstaltung muss klappen, und da konnten wir uns stets auf sie verlassen. Ihre 80 Lebensjahre waren eine schöne und erfüllte Zeit und das Beste daran ist, dass man sie der Reni nicht ansieht.
Zum Dank und auf Einladung der Jubilarin durften wir uns anschließend noch im Pfarrheim mit Bier, Schnäpsen und Wurstschnitten für den Videoabend am gleichen Abend stärken. Für diesen Samstag galt: Nicht nur gut gesungen und viel gesehen, auch „gudd gess“. Baum der Freundschaft gepflanzt
Anfang Oktober weilte zum 40-jährigen Jubiläum der „Jumelage“ zwischen Saarlouis und Saint-Nazaire eine 120-köpfige Delegation aus der französischen Partnerstadt zu Besuch in Saarlouis. Unsere Stadtverwaltung hatte ein umfangreiches Programm zur Feier der Städteverbindung organisiert. Unter den französischen Gästen war auch ein alter Bekannter der Lisdorfer Sänger, Joël Batteux, der Bürgermeister von St. Nazaire. Während eines Festaktes am Freitag, dem 9. Oktober, wurde ihm stellvertretend für die Bürger seiner Heimatstadt die Ehrenbürgerschaft der Stadt Saarlouis verliehen. Am darauffolgenden Samstagvormittag ließ er es sich nicht nehmen, auf dem neuen Spielplatz im Lisdorfer Fischerfeld beim Pflanzen des Blasenbaums mitzuwirken, den unsere Freunde von der Amicale Laïque Michelet bereits im Mai den Lisdorfer Sängern zum 20-jährigen Bestehen ihrer Vereinspartnerschaft als Geschenk von fernen Atlantik mitgebracht hatten. Er war fast ein halbes Jahr in Obhut der Stadt, jetzt wurde er auf dem Spielplatz der Natur zurückgegeben. Zu diesem erfreulichen Anlass waren etliche Vertreter der Stadtverwaltung, unter anderem unser Schirmherr OB Roland Henz, Bürgermeister Klaus Pecina und der Beigeordnete Manfred Heyer, sowie Mitglieder der Stadtratsfraktionen erschienen. Es ist lobenswert, dass nach den Wahlkämpfen des Superwahljahres 2009 so viele politische Repräsentanten der Chorgemeinschaft Lisdorf die Ehre erwiesen, obwohl sich gerade Anfang Oktober und speziell an diesem Wochenende große politische Umwälzungen in Stadt, Land und Bund abzeichneten und ihr Einsatz sicherlich auch anderswo gefragt gewesen wäre. Speziell in Saarlouis gilt immer noch, dass Politik und Verwaltung die Vereinsarbeit deutlich über das normale Maß hinaus unterstützen, und dafür sagen wir auch an dieser Stelle herzlichen Dank.
Lisdorfer Jugendchor unter neuer Leitung
Nach dem Jubiläumskonzert des Jugendchores Ende März hatte die Leiterin Verena Laase wegen beruflicher und familiärer Belastung den Dirigentenstab abgegeben. Damit gingen sieben Jahre erfolgreichen musikalischen Wirkens in Lisdorf zu Ende. Während dieser Zeit gelang es ihr, zahlreiche Konzerte oder Konzertbeteiligungen, Auftritte in Kulturhallen und in Gotteshäusern, bei sozialen Einrichtungen oder auf Volksfesten zu gestalten und den Jugendaustausch mit dem Partnerchor aus St. Nazaire weiter zu vertiefen. Auch verdanken wir ihr eine stärkere Integration der Lisdorfer Sängerjugend ins Vereinsleben und ein breiteres Engagement in der Jugendarbeit, das den drei Jugendabteilungen der Chorgemeinschaft Lisdorf immer wieder neue junge Sänger und auch sonst eine beachtliche Unterstützung einbrachte. Besonders gerne erinnern wir uns an die Aufführung der „Rocky Horror Picture Show“ im Oktober 2005 durch den Lisdorfer Jugendchor, die zu einem Bühnenerfolg wurde, den bis dato kein anderes Ereignis in Lisdorf erreichen konnte.
Das musikalische Regiment im Lisdorfer Jugendchor führt seit Ende August Sabrina Germann (Jahrgang 1982), die seit ihrem neunten Lebensjahr der Musik und insbesondere dem Gesang verbunden ist. Schon früh wurde ihr Talent von einem saarländischen Liedermacher entdeckt und gefördert. Viele Preise und Auszeichnungen, darunter erste Plätze bei Gesangswettbewerben, waren der Lohn für die musikalische Ausbildung. Bereits mit 14 Jahren stand Sabrina Germann in der Front ihrer ersten Rock/Pop-Band. Aufgrund ihrer gesanglichen Fähigkeiten und ihrer Bühnenpräsenz wird sie seit Jahren von namhaften Bands und Solokünstlern aus dem südwestdeutschen Raum für Auftritte auf Festivals und Events engagiert. Nach ihrer Ausbildung zur examinierten Kinderkrankenschwester am Uniklinikum Homburg erfolgte eine Weiterbildung in der musikalischen Früherziehung.
Das Bibelmusical "Das lebendige Buch"
der Kinderchöre am 17. Mai 2009
Nach den bisherigen beeindruckenden Jubiläumsfeierlichkeiten des Männerchores und des Jugendchores der Chorgemeinschaft MGV 1859 Lisdorf anlässlich des 150-jährigen Vereinsbestehens folgte nun die Musical-Aufführung ihrer Kinderchöre am Sonntag, den 17. Mai 2009, ab 17 Uhr in der Lisdorfer Pfarrkirche. Als Konzertpartner konnte der Kinder- und Jugendchor aus Überherrn unter der Leitung von Marita Grasmück-Fetik gewonnen werden.
Unter der Gesamtleitung von Eva Gindorf sind ca. 60 Kinder und Jugendliche im Alter von drei bis 22 Jahren in die Geschichten des Alten Testaments gereist.
Sie begegneten Noah, Abraham, Josef, Mose und vielen anderen biblischen Gestalten.
Die Chöre wurden von der Lisdorfer Band "The [Bad]sai:chers" begleitet.
Musikalisch war für jeden etwas dabei, ob Reggae-Rhythmus, Ziegelsteinrock, Balladen oder Pharao-Rap. So wurde die alte Bibelgeschichte für Akteure und Zuhörer noch einmal lebendig!
Unsere Jahreshauptversammlung
am 13. März 2009
Am Freitag, dem 13. März 2009, fand im Vereinslokal Adolf Breininger unsere turnusgemäße Jahreshauptversammlung für das abgelaufene Geschäftsjahr 2008 statt. Für uns Sänger war es eine besondere Veranstaltung, nämlich die Generalversammlung in unserem großen Jubiläumsjahr und auch eine vorläufige Bestandsaufnahme der bisherigen Jubiläumsfeierlichkeiten. Neben etlichen Sangesbrüdern und zwei Sangesschwestern konnte der 1. Vorsitzende Klemens Port auch einige Inaktive als Teilnehmer begrüßen.
Nach dem Eröffnungschor „Im Abendrot“ von Franz Schubert gedachten wir mit dem Cantus „Ach banges Herz“ von Friedrich Silcher (Bearbeitung Robert Carl) unserer 17 seit der letzten Hauptversammlung verstorbenen Mitglieder und Sänger (Adolf Breininger, Matthias Müller, Hans Dorr, Günther Lonsdorfer, Gertrud Schmidt, Helmut Lonsdorfer, Eduard Leonhardt, Horst Jacob, Edith Denis, Michael Philippi, Gustav Menden, Alois Seidel, Adolf Folz, Ella Groß, Anneliese Bohschulte, Reinhold Rupp und Heinz Klein). Unseren erkrankten Sängern Herbert Barthel, Heinz Recktenwald und Wilfried Schneider sprachen wir unsere herzlichsten Genesungswünsche aus. Ein besonderer Willkommensgruß galt den erschienenen inaktiven Mitgliedern Manfred Wiebke, Reinhold Rupp jun. (in Vertretung seines kurz zuvor vestorbenen Vaters) sowie MdL Georg Jungmann, der trotz laufenden Wahlkampfes die Zeit fand, um bei den Lisdorfer Sängern die aktuelle Bestandsaufnahme zu vernehmen.
Nach dem Totengedenken berichteten der Vorsitzende Klemens Port, der Geschäftsführer Karl Schneider und der Organisationsleiter Wolfgang Barthel über den Vereinsbetrieb im Jahre 2008. Die gesamte Chorgemeinschaft, also der Männerchor und die drei Jugendabteilungen, entwickelten auch im Jahre 2008 eine breite Palette von musikalischen und außermusikalischen Aktivitäten aller Art: Wir unterstützten wie in allen Jahren zuvor die heimischen Vereine und Institutionen. Obwohl das Programm im Jahre 2008 deutlich verkürzt war (kein Lisdorfer Volksfest, kein Kindergarten- und Pfarrfest, kein Holzmühler Fest, kein Frühschoppenkonzert zum Oktoberfest, kein Weihnachtskonzert), wurden unsere Chöre oft gefordert und wir halfen in Lisdorf nicht nur mit Gesangsdarbietungen gerne aus. Ebenso durften auch wir die Unterstützung durch andere Vereine erfahren. Diese Form der Vereinsgemeinschaft funktioniert in Lisdorf immer wieder aufs Neue.
Zum Beispiel unterstützten wir den Förderverein „Klingende Kirche“ unter unserem Sängerkameraden Manfred Boßmann durch unsere Mitwirkung an dem großen Musikereignis in Saarlouis schlechthin, dem Open-Air-Konzert 2008, ebenso wie durch die Gestaltung der Festmesse zur Eröffnung der Saarlouiser Orgeltage 2008. Hier sind neben einigen Sängern auch viele Sängerfrauen seit Jahren als Helferinnen im Einsatz. Wir unterstützten auch unsere Partner in den Kulturbehörden in Stadt und Landkreis. So wirkten wir mit beim Sommerkonzert des Stadtverbandes der kulturellen Vereine auf dem Kleinen Markt.
Wir unterstützten die Kirchengemeinde Lisdorf durch die gesangliche Umrahmung von Gottesdiensten. Neben einem Dankamt zu einer Goldenen Hochzeit gestalteten wir zwölf Sterbeämter für verstorbene Vereinsmitglieder oder verstärkten die Männerschola des Kirchenchores bei den Lamentationen zur Karwoche. Zum Abschluss des Sängerjahres übernahmen wir die Gestaltung des Festhochamtes an Weihnachten.
Wir feierten mit fünf Kameraden ihren runden Geburtstag und gratulierten etlichen weiteren Sängern mit einem Ständchen im Vereinslokal.
Vom 18. bis 22. Juni erlebten 34 Aktive des Männerchores den Höhepunkt des Sängerjahres 2008, die Konzertreise an die Mecklenburgische Seenplatte. Neben den Ausflügen stand jeden Tag eine Gesangsdarbietung auf dem Programm. Wir erinnern uns gerne an das Hotel in Strasen, die musikalische Matinee auf der "MS Müritz", an den Dom zu Schwerin und auch an Pastor Schimanski in Wesenberg bei Neustrelitz.
Mit einer Adventsfeier und weiteren geselligen Anlässen kam auch die vereinsinterne Kommunikation nicht zu kurz. Wir bedankten uns bei den Stadtwerken Saarlouis, indem wir bei einem Freundschaftsabend zum Abschluss der Aktion „Vereine vor – wir sind Saarlouis“ eine große Formation aus Männerchor und Jugendabteilungen unter Heinz und Eva Gindorf auf die Bühne der Rodener Kulturhalle brachten.
In finanzieller Hinsicht lief das Geschäftsjahr 2008 im üblichen Rahmen. Unsere Kassenprüfer können uns bereits seit langen Zeiten nichts anderes berichten, als dass unser Kassenführer Hans-Josef Rupp und sein Vertreter Edmund Port sorgsam mit dem anvertrauten Geld umgehen und alle Geldtransfers korrekt abwickeln und verbuchen. In der Summe hielten sich Gewinne und Verluste bei den einzelnen Veranstaltungen die Waage. Bemerkenswert war auch in diesem Jahr die hohe Anzahl an Spenden zur Förderung unseres Engagements. Insbesondere unsere drei Jugendabteilungen verzeichneten kräftige Einnahmen, während der Männerchor durch seine Konzertreise nach Mecklenburg-Vorpommern insgesamt für eine deutliche, aber vorübergehende Abnahme des Kassenbestandes sorgte. Doch hier gibt es keine Einwände, denn auch Konzertreisen dienen dem Vermitteln und Kennenlernen kultureller Leistungen, sind ein Vereinszweck und nur durchführbar mit einer entsprechenden Finanzspritze aus der Kasse.
Für den verhinderten Chorleiter Adolph Seidel gab unser Vizedirigent Heinz Gindorf den Bericht ab, für die drei Jugendabteilungen referierte Eva Gindorf. Was wir hörten, erfüllte uns mit Stolz und Genugtuung. Unser Männerchor ist einer der aktivsten Chöre weit und breit und verfügt über einen sehr guten Klangkörper. Die einzelnen Stimmen wurden vom Chorleiter in konsequenter Probearbeit geschult und weiter herausgebildet. Motivation und Leistungsbereitschaft der Sämger sind so hoch wie seit langem nicht mehr. Die Qualität unserer Gesangsdarbietungen wurde, so Adolphs Einschätzung, weiter gesteigert und quasi als Bestätigung und Belohnung der konsequenten Arbeit unserer Chorleitung stiegen Pünktlichkeit, Probendisziplin und Leistungswillen weiter an. Auch die Freude an der Probearbeit und am Gesang nahm trotz erhöhter Anforderungen oder gerade deshalb weiter zu, am besten erkenntlich an der hohen Teilnahmequote an den Proben oder an einigen Sängern, die nach ihrer Arbeit auch noch spät zur Gesangstunde kommen, um sie nicht ganz zu versäumen. Der Männerchor ist zurzeit am Optimum der Leistungsfähigkeit eines Freizeitchores angelangt, und so macht gemeinsames Singen richtig Spaß. Im Gegensatz zu unserem Chorleiter, der einen Qualitätsverlust durch eine zu starke Inanspruchnahme befürchtet, halten die meisten Sänger jedoch die soziale und kulturelle Funktion des Chores für unverzichtbar und wollen den jetzigen Arbeits- und Leistungsumfang beibehalten.
Eine wichtige Stütze des Vereins war im abgelaufenen Jahr 2008 auch unser Vize-Chorleiter Heinz Gindorf selbst: Ohne sein Engagement hätten wir die zahlreichen halb- und inoffiziellen Termine gar nicht wahrnehmen können. Er war fast immer zu Stelle, wenn unser Chef nicht verfügbar war. Auch zu kleineren Anlässen trat der Männerchor in großer Besetzung an und unser Heinz gab uns Takt und Ton vor. Besonders wertvoll sind seine guten Kontakte zur örtlichen Presse. Art, Umfang und Qualität der Berichterstattung stiegen erheblich an. So erfahren nicht nur unsere Mitmenschen etwas über die Chorgemeinschaft, sondern auch potentielle Sänger. Der Männerchor konnte sich binnen eines halben Jahres durch Neuzugänge oder Reaktivierung um insgesamt fünf Sänger verstärken. Das hat es schon lange nicht mehr gegeben.
Auch die drei Jugendabteilungen unter Eva Gindorf und Verena Laase absolvierten zahllose Auftritte, teilweise zusammen mit den Jugendgruppen der befreundeten „Cantilena“ aus Überherrn. Beispielhaft seien genannt: Kinderchortag 2008, Gesangsvortrag auf der Ausstellung „Welt der Familie“, Auftritte in Kurhäusern, auf Hochzeiten, auf Advents- und Weihnachtsfeiern, Gestaltung der Christmette oder der Erstkommunionfeier am Weißen Sonntag. Solch ein Engagement war den Stadtwerken bereits Ende 2007 eine Auszeichnung als „Verein des Monats“ wert. Dank des zusätzlichen Engagements von Daniel Hild und Stefanie Welsch konnten wir auch familiär bedingte Pausenzeiten beim Jugendchor überbrücken. Die geleistete Jugendarbeit ist für viele Eltern attraktiv genug, ihre Kinder zu den Lisdorfer Jungsängern zu schicken. Trotz ständiger Fluktuation hat sich die Zahl der jungen Sänger und Sängerinnen auchim Jahre 2008 erhöht.
Auch ums leibliche Wohl brauchen wir Sänger uns derzeit keine Sorgen zu machen. In unserem Vereinslokal Adolf Breininger ging der Wechsel von Ute Breininger / Sonja Henz zur neuen Pächterin Susanne Bohn und Küchenchef Chris Krengel glatt über die Bühne und neben der Chorgemeinschaft sind auch die anderen dort probenden Chöre gern gesehene Gäste. Die gut belegten Räumlichkeiten zeigen, dass das Betriebskonzept der neuen Pächterin in Lisdorf gut ankommt. Manch einer erinnert sich bereits an die Zeiten von Margarethe Breininger, als das Gasthaus nicht nur ein Wirtshaus, sondern neben der Pfarrgemeinde eine zweite Heimstätte in Lisdorf war.
Zum Jahresende 2008 hatten wir 396 Mitglieder im Verein, darunter 53 Sänger im Männerchor und 61 junge Sänger/innen in unseren drei Jugendabteilungen. Das Durchschnittsalter im Männerchor ist mit 63 Jahren leider zu hoch, dafür jedoch die Teilnahme der vorwiegend älteren Männer beispielhaft: Die durchschnittliche Anwesenheit von 35 Sängern bei 44 Chorproben bedeutet eine rechnerische Teilnahmequote von 76 %. Im Sängerjahr 2008 waren bei allen 44 Proben anwesend unsere fleißigen Sänger Winfried Meßner, Wolfgang Barthel, Manfred Fritz und wieder einmal Hermann Weiler. Ihr Engagement und die Begeisterung für den Gesang wurden mit einem Weinpräsent belohnt, einem leckeren Tröpfchen von den Weinbergen an der Nahe,geliefert von unserem Stammhaus, dem Weingut Heinrich Wahl in Lauschied bei BadSobernheim.
Über das laufende Geschäftsjahr 2009 hinaus amtiert der im Jahr 2008 gewählte Vorstand weiterhin bis zum Frühjahr 2010. Unser derzeitiger 1. Vorsitzender Klemens Port wird auch nach seinem 45. Dienstjahr die Geschicke des Vereins weiter lenken und der bisherige Verlauf des Jubiläumsjahres 2009 bestätigt wieder einmal, wie wertvoll Engagement, Einsatzwillen und Ideereichtum sein können, wenn sie mit 45 Jahren Erfahrung kombiniert werden. Wer sonst wäre zurzeit in der Lage, unsere bunt gemischte Truppe aus drei Jugendformationen und einem Männerchor als Vorbild in Wort und Tat und mit Überzeugungsfähigkeit zu leiten. Unter der Regie des Versammlungsleiters Hans Diwo wurde der Vorstand dann auch einstimmig entlastet (bei Enthaltung der Betroffenen).
Die Arbeit im Vorstand lief und läuft harmonisch. Einsatzbereitschaft und Leistungswillen waren immer da und wir hatten bei unseren Terminen bisher keine Probleme, genügend Personal zu mobilisieren. Der 1. Vorsitzende bedankte sich bei seinem Stellvertreter Klaus Hild, dem bescheidenen und unauffälligen Arbeiter neben oder auch vor dem 1. Vorsitzenden, sowie bei den weiteren Vorstandsmitgliedern, wobei der Chronist nun wörtlich zitiert: „Besonders danke ich aber auch meinem Freund Harald Weiler für die unglaubliche Unterstützung, welche ich in den letzten sechs Jahren durch ihn erfahren durfte. Vorbildliche Unterstützung habe ich auch durch Gerald Knoll erfahren. Er packt zu und bringt sich in beispielhafter Weise mit ein. Als Notenwart auf jeden Fall nicht mehr wegzudenken. Oder wie selbstverständlich hier Winfried Eibes mithilft oder sich Andreas Klein engagiert. Danke! Dank auch an Winfried Meßner für sein Engagement im Zusammenhang mit der tollen Vereinsdokumentation, die in zwei Veranstaltungen mittlerweile mehr als 250 begeisterte Zuschauer gesehen haben“.
So ist es. Die Chorgemeinschaft MGV 1859 Lisdorf ist mit ihren vier Abteilungen nach wie vor ein bedeutender Kulturträger im Raum Saarlouis. Was wir bisher im Jubiläumsjahr 2009 an Beständigkeit und Einsatz, Motivation, Willen zur Innovation und Leistungsniveau geboten haben, war beispielhaft und motivierte nicht nur neue Sänger, sondern auch die Fernsehabteilung des Saarländischen Rundfunks zu einer Reportage. Das hohe Leistungsniveau wollen wir auch in Zukunft halten, und neue oder auch alte Sänger sind uns stets willkommen, auch außerhalb von Lisdorf. Mit dem heiteren Lied „Lebe, Liebe, Lache“, der Identifikation aller Sänger, schlossen wir diese harmonische Hauptversammlung ab.
„Im Worte wahr, im Liede rein,
im Herzen treu unsere Losung sei".
Chorgemeinschaft Lisdorf startet ins Jubiläumsjahr
Zum Auftakt der Jubiläumsveranstaltungen zum 150-jährigen Bestehen der Chorgemeinschaft MGV 1859 Saarlouis-Lisdorf fand am Samstag, den 24. Januar 2009 ein Festgottesdienst in der Lisdorfer Pfarrkirche statt. Pastor Hiebert und Kaplan Scheer zelebrierten eine feierliche Messe für die Lebenden und Verstorbenen des Vereins, und der Männerchor unter der Leitung seines Dirigenten Adolph Seidel gestaltete die Liturgie mit seinen schönsten geistlichen Liedern. Vor fast vollbesetzten Bänken in der barocken Kirche zu den Heiligen Crispinus und Crispinianus unterstrich Pastor Hiebert die große Bedeutung des Lisdorfer Gesangvereins für das dörfliche Kulturleben und weit darüber hinaus. „Wer singt, betet doppelt“ – so sein Resümee, mit dem er dem Verein für die langjährige Bereitschaft dankte, als weltlicher Chor den Gesang auch stets zum Lobe Gottes erklingen zu lassen.
Nach dem Gottesdienst war die Bevölkerung in die benachbarte Hans-Welsch-Halle eingeladen, wo eine Bilderausstellung und Videodokumentation zur 150-jährigen Vereinsgeschichte vorbereitet war. Als Schirmherr sprach Oberbürgermeister Roland Henz ein Grußwort, in dem er sich in die Zeit der Vereinsgründung zurückversetzte und die politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse unserer Region zur damaligen Zeit Revue passieren ließ. Aus diesen schwierigen Anfängen heraus sei es umso höher zu bewerten, dass der Lisdorfer Männerchor durch alle Klippen seiner Vereinsgeschichte sich bis zum heutigen Tag als unverzichtbarer Kulturträger der Stadt Saarlouis bewährt habe. Als auf der großen Leinwand dann die fast zweistündige Videopräsentation ablief, ließen sich viele der über 200 Festgäste in die Gründerzeit des 19. Jahrhunderts entführen und erlebten eine turbulente Zeitreise durch die Geschichte des Vereins. Da wurde so manche angenehme Erinnerung wieder geweckt und manches vertraute Gesicht wieder erkannt. Und immer wieder kam spontan Beifall auf, als beliebte Protagonisten des Vereins auf der Leinwand erschienen, wie die längst verstorbene Vereinswirtin Gretchen Breininger oder frühere Vereinsvorsitzende und Chorleiter. An dieser Stelle ist vor allem dem aktiven Sänger Winfried Meßner zu danken, der die Dokumentation in akribischer Feinarbeit fast zwei Jahre lang mühevoll vorbereitet hatte. Wegen der Fülle des Film- und Bildermaterials musste die Darbietung allerdings geteilt werden; der erste Teil, der jetzt vorgeführt wurde, reichte bis in die achtziger Jahre des 20. Jahrhunderts, während der zweite Teil, der dann die letzten 25 Jahre der Chorgemeinschaft Lisdorf beleuchtet, im Oktober gezeigt werden soll. Ergänzt wurde die Präsentation durch eine Fotoausstellung, die ringsum am Hallenrand verlief. In verschiedenen Kategorien waren dort alle Vereinsvorsitzenden und alle Chorleiter abgebildet und viele Aktivitäten des Vereins dokumentiert, seien es die zahlreichen Konzertreisen oder Sängerfahrten, die karnevalistischen Abende oder die Auftritte in der näheren und weiteren Umgebung, was auch die bunte Vielfalt der ausgestellten Konzertplakate aus den vergangenen Jahrzehnten belegte.
Unser Festjahr 2009
Das Weihnachtsfest 2008 war gerade vorbei, das alte Jahr ging zu Ende und prüfte unsere Wetterfestigkeit zuerst mit Glatteis und dann einem kräftigen Kälteeinbruch, doch dann war es endlich da, unser großes Jubiläumsjahr 2009. Es ist das 150. Jahr unseres Bestehens, für uns Lisdorfer Sänger das große Festjahr in der Vereinsgeschichte überhaupt, auf das wir bereits seit einem halben Jahr hingearbeitet haben. Die Vorbereitungen sind dank dem unermüdlichen Einsatz unseres Sängerkameraden Winfried Meßner und regelmäßigen Sitzungen des Vorstandes praktisch abgeschlossen. Wir haben noch eine kleine Verschnaufpause vor der ersten Veranstaltung des großes Festjahres, der Bilderausstellung und Videodokumentation am 24. Januar. Wir Lisdorfer Sänger nutzten den Neujahrsempfang der Kreisstadt Saarlouis am 11. Januar, um unsere guten Kontakte zur Kreisstadt Saarlouis aufzufrischen, insbesondere zur Verwaltungsspitze und unserem Schirmherrn, dem Saarlouiser Oberbürgermeister Roland Henz. Unser 1. Vorsitzender Klemens Port musste wegen einer Erkrankung zu Hause bleiben, und so machte neben einigen Sängern und Vereinsmitgliedern ein Vorstandsteam mit unserem 2. Vorsitzenden Klaus Hild und den beiden Geschäftsführern Karl Schneider und Harald Weiler der Saarlouiser Verwaltungsspitze seine Aufwartung.
OB Henz erläuterte vor zahlreichen Gästen die Pläne der Stadt Saarlouis für die nahe Zukunft und fand auch in uns Sängern aufmerksame und zufriedene Zuhörer, denn für unsere Belange bieten die Pläne der städtischen Kulturbehörden genügend Raum und Möglichkeiten der Einbringung. Wir hörten von der Fortführung laufender Projekte, von neuen Vorhaben, die unsere Kreisstadt weiter aufwerten und ihren Ruf als lebens- und liebenswerte Arbeitsstätte, Wohngebiet, Verwaltungszentrum und auch als Kulturmekka im Südwesten weiter festigen sollen. Insbesondere interessierten uns als kulturtreibenden Verein natürlich die Pläne der Stadtverwaltung zur Kulturarbeit im Jahre 2009: Es wird weiterhin eine gesunde Mischung aus kleinen Veranstaltungen und großen Events in vielen Sparten des kulturellen Lebens geben. Einheimische Kulturträger werden sich ebenso darbieten können wie auswärtige Künstler und wenn wir, die Chorgemeinschaft, gefordert werden, sind wir auch in unserem Jubiläumsjahr mit im Boot, wie es seit langem guter Brauch ist. Auch unser 2. Vorsitzender Klaus Hild konnte seine Kontakte zur Verwaltungsspitze weiter vertiefen. Durch seine Wahl auf den Spitzenplatz der Bereichsliste Saarlouis-West einer großen Partei wird er mit hoher Wahrscheinlichkeit dem nächsten Stadtrat nach der Kommunalwahl im Sommer 2009 angehören und kann dort seine langjährigen Erfahrungen in Konzertveranstaltungen, Gesangskultur und kirchlicher Gemeindearbeit zum Nutzen aller einbringen.
Für uns Sänger ergab sich auch die Gelegenheit zu einem ausführlichen Gespräch mit Professor Robert Leonardy, Hochschullehrer für Klavier an der Musikhochschule des Saarlandes und Pianist von Weltrang, Spiritus Rector der Musikfestspiele Saar und auch im Jahr 2009 führender Kopf bei mehreren musikalischen Highlights in unserer Stadt. Für uns als Lisdorfer Sänger war es eine besondere Freude, dass uns ein musikalischer Fachmann mit Weltruf auf unser Jubiläum ansprach und wir ihm bereitwillig Auskunft gaben zu unserem Jubiläumsprogramm und natürlich auch zur Gesangsarbeit mit unseren vier Chören. Wenn man so will, sind im Gegensatz zu seinen großen Musikevents unsere Aktivitäten eine musikalische Arbeit an der Basis und in der Breite, also dort, wo fast jeder Künstler von Rang auch einmal begonnen hat. Für uns bedeutete diese Unterhaltung eine Aufforderung, in der Chor- und auch in der Jugendarbeit unbeirrt weiter zu machen.
Als kulturtreibender Verein war für uns dieser Besuch ein Gewinn. Kontakte mit der Politik, der Verwaltungsspitze und auch den Kulturämtern in Stadt und Landkreis sind immer wichtig, da ohne die finanzielle, logistische und auch personelle Unterstützung von Stadt- und Kreisverwaltung manches Vorhaben nicht zu machen ist. Ein guter Start ins Festjahr war der Chorgemeinschaft bereits gelungen, hatte sich doch Oberbürgermeister Roland Henz schon im Herbst letzten Jahres spontan bereit erklärt, die Schirmherrschaft über unsere Jubiläumsveranstaltungen zu übernehmen. Dieses Engagement ist auch für unseren OB im Dauerwahljahr 2009 mit viel Zeitaufwand verbunden und so gab es, neben unseren guten Wünschen für seine eigene Arbeit, als kleine Anerkennung eine Flasche mit hochprozentigem Inhalt auf Basis von Brombeeren aus der Lisdorfer Au, die der 2. Geschäftsführer aus seiner „Schatzkammer“ mitgebracht hatte.
Weitere Informationen über die Chorgemeinschaft MGV 1859 Lisdorf entnehmen Sie bitte den nachfolgenden Seiten
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