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Der Umzug ins neue Vereinslokal, Gasthaus Schulden in Lisdorf am 17. August 2010
Der neue Proberaum für die Chorgemeinschaft MGV 1859 Lisdorf

 

Sommerkonzert 2010

Von Anfang an beteiligen wir uns an der Sommerkonzertreihe der Kreisstadt Saarlouis, die in der Ferienzeit vom Stadtverband der kulturellen Vereine (SdkV) ausgerichtet wird. Als Austragungsort für das dritte Konzert dieses Jahres bot sich der Kleine Markt an, der seit seiner Neugestaltung im Frühjahr 2008 ein echtes Saarlouiser Schmuckstück ist und sich zur attraktiven Kommunikationsmeile, beschattet von Platanen, entwickelt hat. Zusammen mit der Altstadt bildet er eine große Freiluftkneipe und ein Eldorado für Veranstaltungen aller Art. Die Saarlouiser Stadtprominenz war unter anderem vertreten durch Oberbürgermeister Roland Henz und Alt-Bürgermeister Alfred Fuß. Die Veranstaltung wurde organisiert von Brigitte Bilz und moderiert vom SdkV-Vorsitzenden Hans Werner Strauß. Die Beschallung des Platzes funktionierte gut, und der Chorgesang kam klar und deutlich auch auf den hintersten Rängen an. Da die Springbrunnen diesmal abgestellt waren, gab es auch keine störende Geräuschkulisse und genug Platz für den Aufbau von Bühne und Mikrofonen. Nach dem farbenfrohen Auftritt des Spielmannszuges Lisdorf-Neuforweiler, in dessen Reihen unser Sänger Hans Podewin mitwirkt, kam direkt unser Männerchor unter der Leitung von Adolph Seidel an die Reihe und brachte die vier Stücke „Sing mal wieder“ von Hermannjosef Rübben, „Wenn die Nebel steigen“, „Abendruhe“ und „Heute ist heut“ (Robert Pappert).

Außerdem wirkten noch mit der Ford-Werkschor und das „Orchester Murphy Barnes“, dem man das anstrengende Frühschoppenkonzert auf der Hülzweiler Kirmes keineswegs anmerkte.

Wir Lisdorfer Sänger können bei solchen Konzerten immer wieder unseren musikalischen Leistungsstand mit anderen Chören aus der Umgebung vergleichen. Wir stellten auch diesmal fest, dass unser Auftritt beim Publikum gut ankam. Wie in den Vorjahren spielte das Wetter mit. Der August 2010 war warm, aber launisch und wechselhaft, doch an diesem schönen Sonntagnachmittag sahen die dicken Wolken am Himmel unserem musikalischen Wirken nur zu und behielten ihre feuchte Last bis zum Abend bei sich.

Auch mit der Veranstaltung selbst konnten wir zufrieden sein. Ort und Zeit kamen bei Teilnehmern und Gästen gut an und wir verzeichneten einen guten Zuspruch von etwa 500 Zuhörern. Das Publikum erfreute sich an den Musik- und Gesangsbeiträgen und belohnte unsere Darbietungen, denn es geizte keineswegs mit Beifall.

 

 

 

Wechsel des Vereinslokals

Nachdem unser altes Vereinslokal, das Gasthaus Breininger, in den Sommerferien seine Pforten geschlossen hatte, kam es im ersten Jahr nach unserem großen Festjahr 2009 zu einem einschneidenden Ereignis in der Vereinsgeschichte, zum Wechsel des Vereinslokals. Nicht nur die Lisdorfer Chorgemeinschaft musste sich eine neue Bleibe suchen, auch andere Lisdorfer und auswärtige Vereine mussten sich neu orientieren.

Damit ging eine mehr als 100 Jahre alte Tradition zu Ende. Bereits unsere Sänger-Urahnen des Lisdorfer Männerchores studierten zu Kaiser Wilhelms Zeiten vor dem Ersten Weltkrieg ihre Partituren in den Räumlichkeiten des Gasthauses an der Ecke Maches-/Kleinstraße ein, das selbst bereits auf einen mehr als 160 Jahre ununterbrochenen Betrieb durch die Familie Breininger zurückblicken konnte. Die letzte Pächterin Susanne Bohn hatte sich, auch für uns überraschend, plötzlich zurückgezogen, nachdem sie wie viele Geschäfts- und Wirtsleute in Lisdorf erkannt hatte, dass man gegen die geballte Wirtschafts- und Anziehungskraft der City von Saarlouis nur schwer ankämpfen kann. Wir bedauern diesen Rückzug, denn sie hatte den Betrieb in der alten Tradition des gastlichen Ortes auch in unserem Sinne weitergeführt und für die Interessen der Lisdorfer Sänger und der anderen dort hospitierenden Vereine immer ein  offenes Ohr. Wir mussten uns also kurzfristig nach einer neuen Bleibe umsehen und hatten zu diesem Zeitpunkt ausgesprochenes Glück, wurde doch der alte Saal des Gasthauses Schulden nach der Geschäftsaufgabe der Fa. Orthopädie Welsch wieder frei und durch die Eigentümerin des Lokals wieder für gastronomische Zwecke hergerichtet, zufällig im August 2010 zeitlich gerade passend für uns Lisdorfer Sänger. Da wir traditionell die Gastronomie im Ort durch Umsatzsteigerungen fördern und viele Vereinsmitglieder auch noch in anderen Vereinen, Parteien oder Institutionen tätig sind, kannten die meisten unserer aktiven Sänger bereits unser neues Lokal, im Lisdorfer Volksmund auch „Fuchsbau“ genannt. Wir machten uns also noch nach der Chorprobe auf den Weg, um unsere neuen Wirtsleute Barbara und Stefan Klein aufzusuchen und die Räumlichkeiten in Augenschein zu nehmen. Trotz der laufenden Sanierungsarbeiten gefiel uns der neue Proberaum auf Anhieb, und die Akustik ist offensichtlich auch sehr gut. Für einen unserer Sängerkameraden brachte dieser Tag des Umbruchs noch etwas Besonderes: Was mag Josef Thönes, ältester der noch Aktiven des früheren MGV „Germania“ , wohl empfunden haben, als er am 3. August 2010, fast 45 Jahre nach dem Zusammengehen der beiden Lisdorfer Männerchöre, in das frühere Vereinslokal der „Germania“ zur Gesangstunde zurückkehrte? Auch damals probte man bereits in diesem Saale, der aber mit einer kleinen Bühne noch völlig anders aussah. Seit dem zweiten Halbjahr 2010 sind wir nun also in einem neu hergerichteten hellen Saal mit hervorragender Akustik heimisch geworden, in dem ein 3,5 Meter breiter altdeutscher Geschirrschrank die Blicke auf sich zieht, ein privates Prunkstück unserer neuen Wirtin.

Wir Lisdorfer Sänger mussten noch fest anpacken, um unseren Flügel, die Notenhefte, die Wandbilder und die sonstigen in 150 Jahren angesammelten Utensilien in unser neues Heim zu verfrachten, aber dank eines Kraftaktes unseres Notenwartes Gerald Knoll und anderen Sänger    war rechtzeitig zum Beginn der „harten“ Proben für unser Opernkonzert im Monat Oktober in Bous der Umzug geschafft.

Vereinsausflug

der Chorgemeinschaft am 18. Juli 2010

in den malerischen Luftkurort St. Martin

Für Sonntag, den 18. Juli, hatten wir unter Federführung unserer Organisatoren Winfried Meßner und Wolfgang Barthel ein Vereinstreffen mit den Sängerkameraden des „MGV Eintracht Nußbach“ verabredet. Das Wetter war mit uns im Bunde: Die wochenlange ungewöhnliche Hitzewelle dieses Sommers hatte sich Mitte Juli abgeschwächt und so konnten wir bei angenehmen Temperaturen morgens gegen 7.30 Uhr mit fast 50 Teilnehmernin Lisdorf abfahren. Am Steuer saß Busfahrer Horst von der Fa. Geraldy, der uns im Laufe der letzten Jahre wohl schon ein Dutzend Mal zu unseren Ausflugszielen chauffiert hat. Unser erstes Ziel war das Dörfchen Steinfeld bei Bad Bergzabern. Im sonnigen Klima der Südlichen Weinstraße, direkt an der Grenze zum „Krummen“ Elsass, liegt dort ein ganz besonderes Fleckchen Erde, das Kakteenland. In den Gewächshäuse der großen Anlage warten über eine Million exotischer Pflanzen aus der Wüsten-Flora dieser Welt und insbesondere stachelige Gesellen auf Bewunderer und Käufer, von ganz kleinen Gewächsen bis hin zu meterhohen Säulenkakteen oder kugelförmigen Prachtstücken von fast einem Meter Durchmesser, die natürlich bereits mehr als ein Menschenalter im langsamen Wachstum sind. Wir waren alle von dieser einmaligen Sammlung sehr beeindruckt.

Draußen, in der Freiluftgaststätte, warteten wir bei kühlen Getränken oder auch bei Kaffee und Kuchen auf unsere Freunde aus Nußbach, die sich für 10.30 Uhr angesagt hatten. So gab es dann ein frohes Wiedersehen mit den Sangesbrüdern und ihren Begleiterinnen aus dem Schwarzwald (im Bild oben rechts). Wir blieben noch eine weitere Stunde an der Gaststätte und frischten die alten Kontakte schnell wieder auf „Die erträgliche Leichtigkeit des Seins“ auf der Terrasse des Steinfelder Kakteenlandes, frei umgetextet nach Milan Kundera. Das Sängerleben hat viele schöne Seiten und eine davon genossen wir bei strahlendem Sonnenschein in der südlichen Pfalz.

Zur Mittagszeit fuhren wir dann gemeinsam nach Kandel auf den Adams-Hof, eine große Ausflugs- und Erlebnisgaststätte, die sich aus einem anfänglichen Geflügelhof mit Direktvermarktung zu einem großen Fest- und Freizeitplatz in beachtlicher Dimension entwickelt hat. In mehreren Festzelten und Festhallen, einem weinlaubumrankten Wintergarten sowie einem großen Biergarten unter Birken können etliche Reisegesellschaften gleichzeitig beköstigt werden. Eine große Bühne mit moderner Licht- und Tontechnik ermöglicht Musik- und Showdarbietungen der SpitzenklasseFür uns als doppelte Reisegruppe war der Wintergarten reserviert; wir genossen vorrangig Grillhähnchen nach „Adams-Art“ sowie leckere Schnitzel. Es wurden auch Riesenschnitzel im „XL-Format“ angeboten, die aber derart groß waren, dass selbst unser Vizechorleiter Heinz Gindorf diese Herausforderung nicht bewältigte und von einem Komplettverzehr absehen musste.Nach dem Mittagsmahl nutzen wir die Zeit für ein „Schwätzchen“ mit unseren badischen Freunden. Zum standesgemäßen Abschied von diesem gastlichen Ort brachten unsere beiden Männerchöre unter den Birken des Biergartens vier gefällige Lieder zu Gehör. Wir durften mit der Darbietung wohl zufrieden sein, denn die anderen Gäste im Biergarten spendeten uns herzlichen Beifall.

Am Nachmittag besuchten wir den bekannten Wein- und Luftkurort St. Martin, der malerisch eingebettet in einem Tale am Rande des Pfälzerwaldes südlich von Neustadt und in Sichtweite des Hambacher Schlosses liegt. Der Ort an der 80 km langen Deutschen Weinstraße beeindruckt durch stattliche Fachwerkhäuser und Adelssitze in romantischen mittelalterlichen Gässchen, durch verträumte Winkel, prächtige Sandsteinfassaden, Fachwerk-Erker und südlich anmutende Innenhöfe und Plätze. Völlig zu Recht steht der historische Ortskern seit 1981 unter Denkmalschutz.

Wir hatten reichlich Zeit, den Ort eingehend zu studieren und uns von dieser romantischen Kulisse verzaubern zu lassen. Erwähnenswert ist auch die katholische Kirche, die alsRarität von hohem Wert mehr als 500 Jahre alte Kirchenbänke vorweisen kann. Beim Besuch des Gotteshauses stimmte ein kleiner, aber feiner Chor aus Lisdorfer und Nußbacher Sängern sogleich das innige „Sancta Maria“ an.

Ab 17 Uhr war dann eine Weinprobe vorgesehen, die angesichts der fast hundert durstigen Kehlen aus dem Gewölbekeller des Winzerhofes in die benachbarte Scheune von „Beckers Wein- & Sekthaus“ verlegt werden musste. Es gab jedoch keine Einwände, denn die Räumlichkeiten waren ebenfalls angenehm kühl, und eine Weinprobe im Angesicht mehrerer nagelneuer Eichenfässer hat natürlich auch ihre Reize.

Wir verkosteten einen Spätburgunder Weißherbst trocken, einen Dornfelder Rotwein trocken, einen Chardonnay halbtrocken, einen Riesling Kabinett halbtrocken und einen lieblichen Ruländer Auslese. Jede Probe wurde eingeleitet durch ein passendes Weinlied, dargeboten von den singenden Männern aus Nußbach und Lisdorf. Mit „Wein, Weib und Gesang“ gerieten wir so richtig ins Schwärmen, was offensichtlich auch den Passanten auf der Straße gefiel, die immer wieder neugierige Blicke durch die Eingangstür warfen. Außerdem konnten wir uns selbst davon überzeugen, dass die Pfalz ein hervorragendes Weinbaugebiet ist, das edle Tropfen in hervorragender Qualität hervorbringt.

Zum Abendessen begaben wir uns gegen 19 Uhr in die Gaststuben des Hotels ,,Winzerhof’’, ein Lokal mit urtypischem Pfälzer Flair, das nach dem Umbau eines alten Weingutes für die Gastronomie im Jahre 1986 neu eröffnet hat. Hier konnten wir die von „Beckers Wein- & Sekthaus“ angebotenen Weine nochmals verköstigen, wovon wir auch gründlich Gebrauch machten. Auch der wohlschmeckende „Pfälzer Saumagen“, inzwischen auch ein Standardgericht überzeugter Saarländer, konnte uns gefallen, sind wir Bewohner des Saartales doch schon immer bereit gewesen, kulturelle und kulinarische Leistungen anderer „Völker“ zu übernehmen und weiter auszubauen.

Da unser 1. Vorsitzender Klemens Port wegen einer Hochzeitsfeier nicht an der Fahrt teilnehmen konnte, vertieften unser 2. Vorsitzender Klaus Hild und andere Lisdorfer Kameraden bei einem Pils an der Theke die Kontakte mit der Führungsspitze der Nußbacher Sänger. Im Jahre 2012 wird die Sängerfreundschaft mit dem MGV Eintracht Nußbach 50 Jahre alt und so nahm unsere „Direktion“ die Gelegenheit war, dieses Thema mit dem Vorsitzenden der Nußbacher Sänger Wilfried Wurth anzusprechen. Nach dem Abendessen brachte die Sängerschar im Hof der Gaststätte noch einige unterhaltsame Lieder zu Gehör. Auch hier dankten uns die anwesenden Gäste des Lokals mit reichlich Beifall.

Stimmungsvoller Abschluss in der Abenddämmerung auf dem Busparkplatz vor St. Martin. Wir sangen für die freundlichen Bewohner der Weinstraße, uns selbst und für unsere mitgereisten Frauen, die den ganzen Tag nicht von unserer Seite gewichen waren und uns Sänger vorbildlich betreut hatten, einige Lieder in den Abendhimmel und verabschiedeten uns dann von unseren Freunden aus dem Renchtal. Dann traten wir gegen 21.30 Uhr die Heimreise an.Dieser Ausflug war ein richtig erfrischendes Erlebnis für unsere Sängerherzen. Kulturelle und kulinarische Genüsse, der Gesang und auch die Begegnung mit befreundeten Menschen kamen zu ihrem Recht. Reisewetter, Zielorte und Ausflugsprogramm entsprachen unseren Erwartungen. Unser Dank gilt deshalb den Organisatoren Winfried Meßner und Wolfgang Barthel, deren aufwändige Vorbereitungen mit einem vollbesetzten Bus voller frohgelaunter Sänger und Sängerfrauen belohnt wurden. Besonders lobenswert war die Idee, unseren Vereinsausflug gemeinsam mit unseren Sängerfreunden aus dem Schwarzwald zu gestalten, andernfalls wäre in dieser Hinsicht nach dem arbeitsreichen Festjahr 2009 wohl nicht viel gelaufen. Eine Wiederholung im Jahre 2011 bietet sich also an.

 

Angelika Dahm feierte ihren 90. Geburtstag

Am Donnerstag, den 27. Mai, begab sich unser Männerchor abends nach Siersburg, um einen nicht alltäglichen musikalischen Blumenstrauß für ein Geburtstagskind zu überreichen: Angelika Dahm geb. Weiler, aus Lisdorf stammend, feierte an diesem Tag ihren 90. Geburtstag. Auf Anregung ihrer Familie brachte die Lisdorfer Sängerschar unter der bewährten Leitung von Heinz Gindorf der Jubilarin ein großes Geburtstagsständchen dar. Zur Eröffnung sangen wir das Lied “Wir gratulieren“ und kleideten unsere musikalischen Glückwünsche sodann in einen Friedrich-Silcher-Zyklus mit den Stücken „Am Lindenbaum – Schifferlied – Hab oft im Kreise der Lieben – Ännchen von Tharau – Das Lieben bringt groß Freud“. In der Pause nach dem ersten Auftritt überbrachte unser 1. Vorsitzender Klemens Port, der in seiner Jugendzeit selbst häufiger Besucher im Hause der Familie war, die Glückwünsche der gesamten Chorgemeinschaft (Bild links: Klemens Port, die Jubilarin und Ehemann Nikolaus Dahm). Da die Familie aus Lisdorf stammt, gab es zwangsläufig ein frohes Wiedersehen mit vielen Bekannten von früher und heute: Gratulanten aus Lisdorf und Saarlouis, besonders herzlich begrüßte „Exilanten“ und frühere Lisdorfer Schulkameraden und auch unser ehemaliger aktiver Sänger Helmut Weiss mit Gattin, der zum Jubiläum den Weg aus Merzig nach Siersburg gefunden hatte. Spezielle Glückwünsche kamen vom Vizechorleiter Heinz Gindorf und auch von unserem Bassisten Herrmann Weiler, dem letzten noch lebenden Cousin der Jubilarin. Diese hatte ihr halbes Leben in Lisdorf verbracht, später folgte dann ein beruflich bedingter Umzug nach Saarlouis und zum Ruhestand des Familienvorstandes der Erwerb eines Eigenheims in Siersburg. Doch ihr Herz schlägt noch immer im Lisdorfer Takt, und deshalb strengten wir uns nach der Pause im zweiten und auch noch in einem dritten Auftritt besonders an und sangen für die Jubilarin und alle anwesenden Gäste noch weitere schöne Lieder wie „Rosemarie“, „Oh Du schöner Rosengarten“, „Abendruhe“, „Sing mal wieder“.

Natürlich durfte für die weiblichen Zuhörer eine kleine Schmeicheleinheit nicht fehlen und so sangen wir exklusiv für die anwesenden Damen unseren Dauerbrenner, den „Bajazzo“. In den Pausen labten wir uns an Bier vom Fass, das unser inaktives Mitglied Georg Weiler fachmännisch ausschenkte, und an einem großen kalt-warmen Büffet, das vom älteren Sohn der Jubilarin für die hungrigen Mägen bereitgestellt worden war. Sogar Petrus hatte ein Einsehen und drehte während der ungewöhnlich nassen Witterung in der zweiten Hälfte des Monats Mai an diesem Abend die Schleusen des Himmels vorübergehend zu. So verbrachten wir einen fröhlichen, harmonischen und auch trockenen Festabend am Fuße der Siersburg, folgten sprichwörtlich einem bekannten Trinklied und leerten, ganz gegen unsere sonstige Gewohnheit, das Fass bis auf den Grund und ließen auch vom Büffet nur noch einen Anstandsrest für den nächsten Tag übrig. Deshalb danken wir an dieser Stelle nicht nur der rüstigen und immer noch geistig regen Jubilarin, die gerne zurück denkt an ihre Lisdorfer Wurzeln, auch wenn fast alle damaligen Weggefährten einschließlich unseres großen Vorbildes Rheinhold Rupp mittlerweile verschieden sind. Unser Dank gilt auch den Ausrichtern dieses schönen Abends, den Söhnen Klaus Dahm und Werner Raber, die uns mit Speis’ und Trank verwöhnt haben, sowie dem jungen Georg Weiler, der mit rastlosem Einsatz dafür sorgte, dass keiner der zahlreichen Gäste Durst leiden musste. Nicht zuletzt danken wir Maria von Maurice aus dem Lisdorfer Obstgarten, auf deren Initiative hin unser Männerchor diesen sehr angenehmen Abend mitgestalten und miterleben durfte.

Unsere Jahreshauptversammlung am 30. März 2010  

Am Dienstag, dem 30. März 2008, fand im Vereinslokal Adolf Breininger unsere turnusgemäße Jahreshauptversammlung für das abgelaufene Festjahr 2009 mit der Neuwahl des Vorstandes statt. Im 151. Jahr unseres Bestehens hielten wir Rückschau auf das zurückliegende Jahr unseres großen Jubiläums. Unser amtierender 1. Vorsitzende Klemens Port begrüßte die Sitzungsteilnehmer zum großen Schluss-Resümee des Jubiläums 2009; Besonders begrüßte er die anwesenden Sangesschwestern und die anwesenden Sänger-Senioren ab 70 Jahren, womit er leider bedingt durch unsere Alterstruktur bis auf den Chronisten und ein paar andere „Jungfüxe“ fast den gesamten Männerchor willkommen hieß.

Nach dem Eröffnungschor „Im Abendrot“ von Franz Schubert gedachten wir mit dem Cantus „Ach banges Herz“ von Friedrich Silcher (Bearbeitung: Robert Carl) unserer im letzten Jahr bis zur aktuellen Hauptversammlung verstorbenen Mitglieder Anneliese Bohschulte, Reinhold Rupp, Heinz Klein, Theo Wilhelm, Willi Bastian, Alwine Neis, Alfred Klein, Werner Müller, Manfred Kreis, Wiltrud Stutz und insbesondere natürlich unserer verstorbenen Sänger und Ehrensänger Wilfried Schneider Herbert Barthel und Alois Stutz. Unsere Genesungswünsche galten allen Sängern, die krankheitsbedingt an dieser wichtigsten Sitzung des Jahres nicht teilnehmen konnten: Kurt Seidel, Hans Ladewig und Heinz Recktenwald. Die harte Wirklichkeit wurde uns besonders traurig bewusst, ist der Platz unseres großen Vorbildes Reinhold Rupp seit mehr als einem Jahr verweist.

Nach dem Totengedenken berichteten unser Geschäftsführer Karl Schneider und der Organisationsleiter Wolfgang Barthel über den Vereinsbetrieb im Jahre 2009.

Die Chorgemeinschaft mit ihren vier Abteilungen Männerchor, Mini-, Kinder- und Jugendchor dem Männerchor betrieb auch im Jubiläumsjahr 2009 eine breite Palette von musikalischen und außermusikalischen Aktivitäten aller Art. Neben unseren Freunden des Fördervereins „Klingende Kirche“ unter unserem aktiven Sängern Manfred Boßmann, Klaus Hild und Horst Klein erwies sich die Chorgemeinschaft wieder einmal als ein bedeutender Kulturträger im Raum Saarlouis. Im letzten Jahr waren wir so bedeutend, dass im Februar ein Fernsehteam des Saarländischen Rundfunks im „Aktuellen Bericht“ über unsere Arbeit und das große Jubiläum berichtete. Alle vier Abteilungen haben mit eigenen Akzenten dafür gesorgt, dass sich die Chorgemeinschaft auch nach 150 Jahren noch als aktiver und lebendiger Kulturträger in Lisdorf der Öffentlichkeit präsentieren konnte und dass das Jahr 2009 als glanzvoller Höhepunkt in die langjährige Vereinsgeschichte eingeht.

Ein starkes Zugpferd ist weiterhin unserer Organisationsleiter Wolfgang Barthel. Es gab im Festjahr reichlich Arbeit für ihn und seinen Vertreter Andreas Höhn. Wir mussten uns um das organisatorische Umfeld keinerlei Kopfzerbrechen machen, denn auch im letzten Jahr funktionierte die Durchführung wie gewohnt hervorragend; stets waren zum Ein- oder Abrüsten des Veranstaltungslokals genügend Helfer bereit und wir konnten dank seiner sorgfältigen Vorbereitung viel Arbeit mit wenig Stress bewältigen.

Wir unterstützten wie in allen Jahren zuvor die heimischen Vereine und Institutionen, unter anderem den Berg- und Hüttenarbeiterverein Lisdorf zum Jubiläum oder die freiwillige Feuerwehr Lisdorf zum traditionellen Maibaumsetzen. Unsere Chöre verstärkten unsere Sangesbrüder des MGV „Harmonie“ Fraulautern oder der „Concordia“ Bous, oder begleiteten auch den VdK Lisdorf zur alljährlichen Gedenkfeier zum Volkstrauertag. Unsere Chöre wurden oft gefordert und wir halfen mit Gesangsdarbietungen oder unentgeltlichen Helfern gerne aus. Die Vereinsgemeinschaft funktioniert in Lisdorf immer noch vorbildlich und auch die Chorgemeinschaft durfte im letzten Jahr von den Hilfestellungen anderer Vereine über das normale Maß hinaus profitieren, was uns Organisation und Durchführung der Jubiläumsveranstaltungen wesentlich vereinfachte und verbilligte.

Wir nennen hier als Beispiele die Unterstützung der „Klingende Kirche“,  an deren Veranstaltungen wir oft selbst mitwirken oder viele ehrenamtliche Helfer bzw. Helferinnen stellen, besonders zum alljährlichen Klassik-Open-Air sind unsere Sänger/innen  im Dutzend im Einsatz. Wir unterstützten die Kirchengemeinde Lisdorf durch die gesangliche Umrahmung von Gottesdiensten, wir verstärkten zum Beispiel die Lamentationen zum Gründonnertag, wir umrahmten musikalisch im Jahre 2009 zehn Sterbeämter, zwei mal ein Dankamt zur Goldenen Hochzeit, eine Hochzeitsfeier und sangen auch mehrere Festmessen zu kirchlichen Feiertagen oder eigenen festlichen Anlässen. Auch unsere Jugendabteilungen waren mehrmals aktiv, wir erinnern an den Weißen Sonntag oder die Gestaltung der Krippenfeier zu Weihnachten.

Zu unserem Jubiläumsjahr führten wir auf: 2 mal eine multimediale Show zur Vereinsgeschichte, die unserer Sängerkamerad Winfried Meßner in jahrelanger mühevoller Arbeit zusammengestellt hatte. Im April begingen wir unser Jubiläum mit einem großen Festwochenende mit Festkommers, tags darauf mit einem großen Freundschaftssingen mit unserem Partnerchor aus Nußbach und weiteren 20 Chören aus dem Kreisverband Saarlouis mit insgesamt mehr als 500 Sangesbrüdern und -schwestern

Wir unterstützten auch unsere Partner in den Kulturbehörden in Stadt und Landkreis. So wirkten wir mit beim Sommerkonzert des Stadtverbandes der kulturellen Vereine im Rahmen des „pique-nique culturel“ im Stadtgarten unsere Aktiven Stefanie Welsch und Karl Schneider und weitere Mitglieder kämpften mit in grünen Team aus Lisdorf, das bei der ersten Saarlouiser Wallpartie gegen die Mannschaften der anderen Stadtteile einen bravourösen Kantersieg landete. Ebenso wirkten wir zwei mal mit bei Veranstaltungen der AWO-„Sonnenresidenz“ in der Lisdorfer Straße und freuten uns über das Wiedersehen mit unseren Mitgliedern, die dort ihren Lebensabend verbringen.

Im Mai 2009 erhielten wir Besuch von fast 70 französischen Gästen aus St. Nazaire und begingen das 20-jährige Bestehen der grenzüberschreitenden Partnerschaft unseres Jugendchores mit der „Amicale Laïque Michelet“. Dank der bisweilen geschmähten, aber unwiderstehlichen Beharrlichkeit unseres 1. Vorsitzenden waren vor dem Eintreffen der Gäste die Quartier- und Organisationsfragen gelöst und wir erlebten vier schöne und sonnige Tage mit unseren Sängerfreunden vom fernen Atlantik.

Als schöne Erinnerung an diese vier Tage verblieb uns ein Blasenbaum, von unserem Partnerchor im Mai nach Saarlouis mitgebracht und im Oktober von den Oberbürgermeistern von Saarlouis und St. Nazaire sowie unserem Vereinsvorsitzenden persönlich auf dem Spielplatz im Fischerfeld in Lisdorfer Erde verpflanzt. Inwieweit es im Jahre 2010 zu einem weiteren Jugendaustausch kommen wird, ist noch offen, der Blasenbaum im Fischerfeld wächst und gedeiht in jedem Falle prächtig.

Am 27. September unternahmen wir unseren Vereinsausflug nach Nußbach und beteiligten uns beim Sängerfest zum 90-jährigen Bestehen unseres Partnervereins MGV „Eintracht“.

Auch die vereinsinterne Kommunikation kam nicht zu kurz, wie ein geselliges Beisammensein heutzutage umschrieben wird. Wir feierten mit Sängerkameraden/innen ihre runden Geburtstage und gratulierten etlichen weiteren Sängern mit einem Ständchen im Vereinslokal. In einer leider weniger gut besuchten Adventsfeier wurden wir auf Weihnachten eingestimmt und warteten voller Freude auf dem Weihnachtsmann aus der Oberbruchstraße. Unsere Jugendabteilungen unter Eva Gindorf und Sabrina Germann stellten die Weihnachtsgeschichte in einer neuen Variante vor und führten ein tolles Weihnachtskonzert auf.

Mit der Darbietung der Messe in c-Moll von Franz Liszt demonstrierte unser Männerchor am Volkstrauertag eindrucksvoll seinen Leistungsstand in einem Gemeinschaftskonzert mit dem Frauenchor „Cantilena“ Überherrn. Das sinfonische Chorwerk von Liszt erwies sich für uns Laien als echt „harter Brocken“. Mit einem hohen Maß an Motivation, Engagement und Einsatzwillen von Dirigent und Männerchor haben wir in beinahe einem Jahr intensiver Probearbeit die Herausforderung gemeistert und ernteten hohes Lob vom Publikum, auch von anwesenden Fachleuten aus der Musikszene, die einhellig bekundeten, dass unser Männerchor das Machbare an Laien-Gesangskunst dargeboten hatte. Auch unser Chorleiter Adolph Seidel kam bei der Wertung des Jahres 2009 in Summa zu diesem Schluss. Der Männerchor steht musikalisch auf hohem Niveau, Einsatzwille und Beteiligung sind sehr gut, und die angesprochenen Verbesserungsmöglichkeiten werden wir 2010 angehen.

In finanzieller Hinsicht lief das Geschäftsjahr 2009 im sehr gutem Rahmen. Unsere Kassenprüfer können uns bereits seit langem nichts anderes berichten, als dass unser Kassenführer Hans-Josef Rupp und sein Vertreter Edmund Port sorgsam mit dem anvertrauten Geld umgehen und alle Geldtransfers korrekt abwickeln und verbuchen. Trotz sehr hoher Ausgaben konnten wir den Kassenbestand leicht erhöhen. Verantwortlich dafür war nicht nur der gute Zuspruch des Publikums bei den Veranstaltungen aller vier Chorabteilungen, sondern auch die über Erwarten große Spendenbereitschaft unserer Sponsoren und privater Spender innerhalb und außerhalb des Vereins einschließlich der öffentlichen Kulturträger in Stadt und Land. Wir haben sparsam gewirtschaftet und uns noch ein kleines Polster aufgehoben für das Jahr 2010.

Befürchtungen, dass nach dem Ausscheiden unserer Jugendchorleiterin Verena Laase im März 2009 uns die Ergebnisse von dreißig Jahren Jugendarbeit verloren gehen könnten, erwiesen sich als grundlos. In der Interimszeit von April bis August nahm die Leiterin des Kinder- und Minichores Eva Gindorf das Heft in die Hand und stellte mit viel eigenem Engagement den Jugendbetrieb bis zur Anstellung unserer neuen Jugendchorleiterein Sabrina Germann Ende August sicher. Wir durften uns über viele Auftritte unserer jungen Sänger und insbesondere über das Bibelmusical freuen, Evas Engagement und ein ständiger Fluss neuer Ideen bieten auch in Zukunft ein gutes Fundament für unsere Minis und den Kinderchor und sind ein maßgeblicher Grund für Eltern, ihre Kinder bei den Lisdorfer Sängern anzumelden. So können wir seit Jahren trotz hoher Fluktuation unseren Bestand an jungen Sängern halten und zeitweise sogar noch erhöhen.

Die neuen Chefin im Jugendchor Sabrina Germann will den Jugendchor weiterführen mit einem erweiterten Konzept. Da sie sich selbst auch der Instrumentalmusik verschrieben hat, wird in der Arbeit des Jugendchores zwangsläufig noch eine instrumentelle Komponente hinzukommen. Damit ändert sich in der Praxis nicht mehr viel, denn es ist seit einigen Jahren bereits Faktum, dass etliche nicht mehr ganz jugendliche Mitglieder unseres Jugendchores noch anderweitig als Sänger oder Musiker gefragt sind. Die Chorgemeinschaft selbst kann zudem unseren weiblichen Jungsängerinnen über 20 irgendwann keine musikalische Perspektive mehr bieten und wir werden diesen Alternativweg unterstützen, damit diese nicht den Kontakt mit der Chorgemeinschaft verlieren. Unseren beiden Chorleiterinnen ließen während der Sitzung keinen Zweifel: Auch im Jahr 2010 werden sie eigene Akzente setzen und die Lisdorfer Sänger würdig vertreten und darstellen.

Die Qualität unserer Gesangsdarbietungen ist für Laienchöre von hohem Niveau. Unsere Chorleiter Adolph Seidel, Eva Gindorf, Sabrina Germann, unser „Vize“ Heinz Gindorf und nicht zuletzt auch Verena Laase bis zu ihrem Ausscheiden erwiesen sich auch im Jahre 2009 als engagierte Stützen des Vereins. Was sie in konsequenter Probearbeit an Motivation und Leistungsbereitschaft mobilisiert haben, geht deutlich über den üblichen Rahmen hinaus und ist ein Zeichen dafür, dass auch die Chöre engagiert mitarbeiten und auf die Chorleiter zugehen. Ebenso erwiesen sich für unseren Verein die anderen Tätigkeiten unseres Chorleiters Adolph Seidel als wertvoll. Er dirigiert nicht nur Chöre, sondern ersingt auch selbst in Profiformationen mit und hat gleich die passenden Solisten parat, wenn wir Verstärkung durch professionelle Sänger brauchen. Er dirigiert auch große Orchester und glänzte bereits mehrmals auch in der Lisdorfer Kirche als Kapellmeister vor vollem Haus, zum Beispiel kurz vor Weihnachten 2009 mit dem Weihnachtsoratorium von Bach. Besonders wertvoll erwies sich sein Dirigat bei unserem Nachbarchor „Concordia Bous“. Die Bouser Sänger unter unserem Freund Christian Neu verstärkten uns bereits sehr effektiv bei der Liszt-Messe, die sie selbst früher auch einmal einstudiert hatten. Wir hatten schnell festgestellt, dass die beide Chöre zusammen eine harmonische und starke Gesangsformation auf die Beine stellen können und wollen die gemeinsame Arbeit im Jahre 2010 bei mindestens drei Events weiter fortsetzen.

Eine wertvolle Säule des Vereins war auch im abgelaufenen Jahr 2009 auch unser Vize-Chorleiter Heinz Gindorf. Ohne sein Engagement persönliches Engagement wäre unser Mitwirken im Lisdorfer Vereinsleben und die Mitwirkung bei familiären Anlässen aller Art nicht möglich. Er war zur Stelle, wenn der Chorleiter nicht verfügbar war, und unser Männerchor erschien auch zu solchen Anlässen immer in “Großer Besetzung“, ein positives Lisdorfer Faktum, das man im Umland sonst kaum kennt.

Auch unsere neuen Vereinswirte, Pächterein Susanne Bohn und Koch Chris Krengel, verdienen weiterhin unser volles Vertrauen. Sie geben sich sehr viel Mühe, unsere vielfältigen Anforderungen an die Restauration im eigenen Haus und auch extern bestmöglich zu erfüllen und wir können uns stets auf getroffene Abmachungen verlassen. Gut bürgerliche Küche gibt es auch woanders, aber keine bessere und auch nicht billiger. Unseren Wirtsleuten gilt deshalb unser herzlicher Dank und wir hoffen auf viele Jahre gute Zusammenarbeit.

Auch die Statistik für 2009 sieht gut aus: zu den insgesamt 43 regulären Chorproben kamen im Schnitt 37 Sänger, was einer sehr guten Anwesenheitsquote ca. 76 Prozent entspricht. Bei den Zusatzproben zur Liszt-Messe war die Beteiligung noch deutlich höher. Leider beträgt das Durchschnittsalter im Männerchor 60 Jahre und der gesamte aktive Männerchor bringt es auf rechnerisch auf fast 3000 Jahre, das sind eindeutig zu viel. Insbesondere vier Sänger waren mit vorbildlichem Engagement in der Probearbeit aktiv und versäumten im Jahre 2009 keine Chorprobe. Dafür erhielten unseren Aktiven Heinz Gindorf, Winfried Meßner, Gerald Knoll und unserer langjähriger Quotenkönig Hermann Weiler eine kleine Präsentflasche aus der Hand der Direktion, eine Flasche mit persönlicher Widmung und 0,7 Liter hochprozentigem Inhalt, geliefert von unserem Stammhaus, dem Weingut „Heinrich Wahl in Lauschied an der Nahe.

Die Amtszeit des Vorstandes endete mit dieser Hauptversammlung und wurde mit einer einstimmigen Entlastung eindeutig positiv bewertet. Die Arbeit im Vorstand lief harmonisch, Einsatzbereitschaft und Leistungswillen waren immer da und wir hatten bei unseren Terminen auch im Großen Jubiläumsjahr keine Probleme, genügend Personal zu mobilisieren. Ebenso mussten wir nur wenig Überzeugungsarbeit leisten, um die alten Mitglieder des Vorstandes für eine erneute Kandidatur gewinnen. Auch unser 1. Vorsitzender Klemens Port war nach dem eindeutigen Signal der anderen Vorstandsmitglieder für eine erneute Kandidatur bereit und wird auf Ruhestand und geruhsamen Lebensabend verzichten. Nach einstimmiger Wahl wird er auch in seinem 46. und 47. Dienstjahr die Geschicke der Lisdorfer Sänger in die Hand nehmen. Wer sonst wäre zurzeit in der Lage, unsere bunt gemischte Truppe aus drei Jugendformationen und einem Männerchor als Vorbild in Wort und Tat und mit Überzeugungsfähigkeit zu leiten und auch zusammen zu halten. Nur Winfried Meßner schied nach zwei Jahrzehnten aus dem Vorstand aus und gab nach überzeugender Arbeit das Zepter weiter, die restlichen Vorstandsmitglieder wurden mangels Gegenkandidaten praktisch einstimmig gewählt. Als neuer Vorstand arbeiten für die Chorgemeinschaft bis in das Frühjahr 2010 als:

1. Vorsitzender:           Klemens Port

2. Stv. Vorsitzende:     Klaus Hild und Michael Hild

3. Geschäftsführung:   Karl Schneider und Harald Weiler

4. Kassenführung:       Hans-Josef Rupp und Edmund Port

5. Organisation:          Wolfgang Barthel und Rainer Maria Heib

6. Notenwarte:             Gerald Knoll und Andreas Klein

7. Vertreter der Inaktiven:    Robin Germann

8. Beisitzer:                  Heinz Gindorf (Vize-Chorleiter), Dietmar Schütz und Manfred Weiß.

 

Mit den Cantus „Sing mal wieder“ endete diese Sitzung und leitete geradewegs über in die wärmeren Tage des Frühlings, in dem mit zahllosen Außeneinsätzen unser Sängerjahr so richtig an Fahrt gewinnt.

 

„Im Worte wahr, im Liede rein,

im Herzen treu unsere Losung sei“.

 

 

 

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Chorgemeinschaft MGV 1859 Saarlouis-Lisdorf
www.mgv-1859-lisdorf.de