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Das älteste Bild der Chorgemeinschaft MGV 1859 Lisdorf: Eine Fotomontage aus dem Gründungsjahr 1859, damals unter der Leitung von Hauptlehrer Ritter (in der Bildmitte).
damals unter der Leitung von Hauptlehrer Ritter (in der Bildmitte).
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Unser Männerchor ist ein traditionsreicher Gesangverein mit über 40 aktiven Sängern und beherrscht das gesamte Repertoire von der Klassik bis zur Moderne. Die Tradition des Chorgesangs in Lisdorf reicht zurück bis in das Jahr 1859 und überstand drei große Kriege. Die Niedergänge der Kriegszeiten konnten mit engagierter Aufbauarbeit immer wieder ausgeglichen werden und der Männerchor blickt auch nach seinem 151-jährigen Bestehen mit Optimismus in die Zukunft. Die heutige Chorgemeinschaft Lisdorf entstand im Jahre 1967 aus dem Zusammenschluss der "Sängervereinigung 1859" mit dem Gesangverein "Germania".
Wir unterhalten seit den frühen 1960er Jahren eine Vereinsfreundschaft mit dem MGV "Eintracht Nussbach" im Schwarzwald und als erster Chor in Westdeutschland überhaupt seit 1989 mit dem "MGV Eisenhüttenstadt" an der Oder. Ebenso pflegen unsere Jugendabteilungen seit 1989 eine lebendige Partnerschaft mit dem Jugendchor "Amicale Laïque Michelet" aus St. Nazaire, der französischen Partnerstadt von Saarlouis.
Der Gesang ist nicht unser alleiniges Elixier: Wir sind fest in das Vereinsleben in Lisdorf und die Kulturarbeit in Stadt und Landkreis Saarlouis integriert. Unser Männerchor unterhält zusätzlich eine Wandergruppe und pflegt die Gemeinschaft durch gemeinsame Unternehmungen aller Art. Ein jährlicher Vereinsausflug führt uns zu einem kulturellen Ziel in der näheren Umgebung, alle fünf Jahre unternehmen wir eine große Konzertreise.
Unser Männerchor probt jeden Dienstag ab 20.00 Uhr im Vereinslokal Gasthaus Schulden in Lisdorf in der Großstraße 43.
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Aus unserem letzten "Rundbrief": Rückblick auf das Jahr 2010
Liebe Freunde der Chorgemeinschaft,
das Jahr 2010 ist vorbei und wir Lisdorfer Sänger blicken voll Zuversicht in das neue Sängerjahr 2011, das nunmehr 152. Jahr unseres Bestehens. Wir dürfen mit Stolz und Zufriedenheit auf das letzte Jahr zurückschauen, das „Jahr eins“ nach unserem großen Festjahr 2009. Die Chorgemeinschaft Lisdorf ist auch im vergangenen Jahr ihrem Ruf als bedeutender lokaler Kulturträger gerecht geworden und hat mit einer breit gefächerten Palette von Veranstaltungen das kulturelle Leben in Lisdorf und in der Region aktiv mitgestaltet.
Die kulturellen Höhepunkte des vergangenen Jahres in Saarlouis setzte wieder einmal der Förderverein „Klingende Kirche“ unter unserem neuen Dekanatskantor Armin Lamar, unter den Vereinsvorständen und aktiven Sängern Manfred Boßmann, Klaus Hild und Horst Klein und unter Mitwirkung unseres musikalischen Leiters Adolph Seidel, der selbst mehrmals sein musikalisches Können außerhalb der Chorarbeit eindrucksvoll unter Beweis stellte. In Lisdorf begeisterten die Konzerte mit dem Vokalensemble „Anima“ aus St. Petersburg, die „Festliche Chor- und Orgelmusik“ mit dem Madrigalchor Klaus Fischbach und Domorganist Josef Still, ebenso die „Musik zur Passionszeit“ mit dem „Philharmonischen Chor an der Saar“ unter Prof. Leo Krämer, nicht zu vergessen das Open-Air-Konzert, das 1500 Zuhörer nach Lisdorf lockte; dies waren echte Meilensteine im kulturellen Leben der Kreisstadt. Die „Klingende Kirche“ erwies sich wieder einmal als der kulturelle Leistungsträger überhaupt in unserem Raum und wird es mit einem breit gefächerten Programm nach Abschluss der Kirchenrenovierung auch in diesem Jahre wieder sein. Nicht nur der sechste Orgel-Kompositionswettbewerb oder die Saarlouiser Orgeltage 2011, auch die anderen Veranstaltungen in Lisdorf haben europäisches Niveau und locken Künstler von Weltrang in den kleinen Stadtteil im Saarlouiser Süden, was auch bereits die Landesregierung mit einem beträchtlichen Zuschuss zur laufenden Kirchenrenovierung honoriert hat. Wir Sänger der Chorgemeinschaft haben nicht nur maßgebliche Mitgestalter dieser Erfolgsgeschichte in unseren Reihen, wir dürfen uns auch auf neuerliche dreimalige Mitwirkung im laufenden Jahre freuen!
Auch unser Verein mit seinen vier Abteilungen Männerchor, Mini-, Kinder- und Jugendchor erwies sich im Jahre 2010 mit vielerlei eigenen Veranstaltungen und Gastauftritten als ein bedeutender Kulturträger im Raum Saarlouis. Durch die Mitwirkung am großen Opernkonzert unserer Sängerfreunde der „Concordia“ Bous im Oktober 2010 bewies unser Männerchor erneut seine Stärke als Laienchor. Die dargebotenen Stücke aus Oper und Operette erforderten ein hohes Leistungsniveau, und mit viel Motivation, Engagement und Einsatzwillen von Dirigent und Männerchor wurden wir den hohen Anforderungen gerecht. Wie schon bei der Aufführung des Weihnachtsoratoriums von J. S. Bach vor Weihnachten 2009 bewies unser Dirigent Adolph Seidel seine Kompetenz als Kapellmeister und als Komponist: Er schrieb zu vielen Teilen des Opernkonzertes die Arrangements eigenhändig und studierte diese innerhalb weniger Stunden mit dem Kammerorchester der Musikhochschule Saar so gut ein, dass ein wohlgefälliges Konzert über die Bühne ging.
Die aktuelle Entwicklung des Chorgesangs in unserer Region erfüllt uns wegen stark rückläufiger Tendenz weiterhin mit Besorgnis. Zwar verloren wir selbst keine aktiven Sänger und konnten unseren Männerchor mit Kurt Luxenburger sogar verstärken, aber auch wir kämpfen mit der überall zunehmenden Abstinenz von Mitgliedern und Gönnern des Vereins. Die Chorgemeinschaft konnte die Zahl an aktiven und inaktiven Mitgliedern halten, jedoch mussten wir mit Bedauern zur Kenntnis nehmen, dass unsere Sangesbrüder des Silcherquartetts Lisdorf im Jahr 2010 den Chorbetrieb aufgeben mussten. Dies berührt uns sehr, da einige Sänger des Silcherquartetts früher in unserem Chor gesungen haben und noch heute inaktive Mitglieder der Chorgemeinschaft sind.
Die Besetzung unserer Chöre ist immer noch gut und wir werden die Jugendarbeit in den nächsten Jahren weiterhin fortführen. Die Sängerinnen und Sänger unseres Jugendchores, die selbst der Jugend seit langem entwachsen sind, haben Ende September ihre aktive Chorarbeit beendet und werden sich neuen Betätigungen zuwenden, so dass wir zum Jahresende unsere Jugendarbeit in zwei Abteilungen neu strukturiert haben. Wir dürfen jedoch hoffen, dass unsere jungen Sänger auch im Jahr 2011 wie in der Vergangenheit eigene Initiativen ergreifen und eigene Akzente setzen werden und uns die älteren Jugendlichen nicht völlig verloren gehen. Das Adventskonzert hat uns bestätigt, dass hier auf anderer Basis durchaus eine neue Zukunft möglich ist. Unsere Chorleiterinnen Eva Gindorf und Sabrina Germann haben im letzten Jahr mit viel eigenem Engagement und neuen Ideen Bedeutendes geleistet, und die Chorgemeinschaft wird ihre Arbeit weiter nach Kräften unterstützen. Bei diesem Punkt werden die Vereinsführung und insbesondere der 1. Vorsitzende weiter am Ball bleiben, denn eine Beendigung der Jugendarbeit würde bedeuten, dass wir unsere eigene Zukunft aufgeben. Zurzeit sehen wir dazu keinen Grund, denn dank der guten Jugendarbeit konnten wir trotz ständiger Fluktuation die Personalstärke in den verbleibenden Kinderchören halten.
Dank großzügiger finanzieller Förderung durch unsere Mitglieder, Gönner und Sponsoren können wir auch im laufenden Jahr 2011 einen gesicherten Geschäftsbetrieb führen. An Einsatzwillen und eigenen sowie fremden ehrenamtlichen Helfern hat es fast nie gefehlt, jedoch decken die Einnahmen bei Veranstaltungen wegen eines überall festzustellenden Publikumsrückgangs immer seltener die Auslagen. Wir sind deshalb wie andere kulturelle Vereine auch auf zusätzliche Förderung durch Spenden angewiesen. Schon die Beschaffung neuer Singpartituren ist alljährlich ein größerer Posten im Etat und dennoch notwendig, wenn man sich musikalischem Neuland zuwenden will. Für uns Lisdorfer Chorsänger ist es selbstverständlich, dass wir uns nicht auf vergangenen Lorbeeren ausruhen, sondern wieder neue erringen wollen. Unser ausdrücklicher Dank gilt deshalb unseren Sponsoren und den vielen Spendern, denn auch bei uns gilt die alte Weisheit, dass ganz ohne Geld nichts läuft.
So hoffen wir, dass unsere Chöre weiterhin Ihre Unterstützung erfahren dürfen und dass vielleicht doch der eine oder andere ehemalige Aktive wieder den Weg zu uns finden wird.
Nicht der Pflicht nur zu genügen, was sie fordert und verlangt,
nicht der Stunde nur zu leben, was sie nimmt und was sie dankt,
Freunde, einem stolzen Wollen gelte unser Tageslauf!
Gib dem Menschen, was dem Menschen, doch gib Gott, was Gott gehört,
nicht dem Kampf nur um dein Morgen, auch Dir selbst sei etwas wert!
Mit diesem Motto aus einem bekannten Studentenlied von Cäsar Flaischlen wollen wir in das neue Jahr gehen. Wir wollen nicht nur unsere Sängerpflicht erfüllen, wir wollen mehr erbringen. In dieser Schrift kann man auf den folgenden Seiten nachlesen, dass wir diesem Anspruch auch im vergangenen Jahre 2010 genügt haben. In diesem Sinne verbleiben wir mit den besten Wünschen zum neuen Jahr.
Als weitere Information können Sie bei der Redaktion,(gk.colorado@gmx.de) siehe Impressum auch den gesamten Rundbrief per eMail anfordern.
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Unsere Weihnachtsfeier mit dem Kinder- und Jugendchor am 12. Dezember 2010
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